Blindreview März 2020 Tabak #2

  • Tabak #2


    Herstellertext:


    Ein Spuncut Tabak, der von Hand gedreht, anschließend gepresst und von Hand in runde Scheiben geschnitten wird.

    Die Tabakbasis sind Virginias der Spitzenklasse sowie ein Hauch von Mac Baren Original Cavendish.



    Rainers Review:


    Tabak Numero Zwo:

    Schon rein optisch etwas verräterisch... so was aus dem typischen Mäck Bärensens Gerölls... wobei es allerdings für evtl. angedachte aktuelle Nonnen an Leibesumfang dieser Mädels fehlt... und die Scheibchen voll mit Vogeläuglein ( rolf ! Solch visuelle Genüsse gibt's sogar bei Tabak ! ...was dir aber sicher über Dekaden nicht entgangen ist...) sind.

    Sodele... somit ein Tabak der fast, aber auch bitte nur fast ! ... so meine Geschmacksvorlieben trifft. Da ist Virginia, und sehr vermutlich mein Freund Ken Tucki mit drin. Leider "zwickt" das Gerölls so bissel, was global gesehen der Marke Mäck B. wegen so mancher oFi-Raucher das Kreuz gebrochen hat... nicht wirklich schlimm, so man denn eine gute oFi-Pfeife hat.

    Kurz: Ich bin dem Gerölls nicht abgeneigt, und sollte mir vielleich mal davon etwa ein halbes Pfund verinnerlichen ? ... aber so lange andere Väter auch schöne Töchter haben... vermutlich eher nicht... ...so what...?

    Zum Enträtseln dieses Rätseltabaks fehlt es mir leider an Erfahrung mit dem ganzen fast unübersichtlichen MB-Rollzeugs.

    Da die Scheibchen durchweg dunkel, mit bissel heller Außenhaut sind, scheidet der Dark Twist mal aus, denn da sollten wenigsten 1/3 ziemlich durchweg Blondies drin sein... somit fällt auch der Club Blend erst recht weit hinten runter... ...bleibt also nur der m.E. etwas unübersichtliche Stockton/Roll Cake Klon der Firma Mac Baren.

    Mein pers. Favorit aus dem ganzen Klon bleiben die "Newminster Superior Round Slices" aus Amiland... auch wenn sie das Licht der Welt in Herrn Halberg's Tabakfabrik in Dänien erblickt haben... in Summe gar nicht so weit weg von Rätseltabak Nr. 2, im Leibesumfang aber eher so in Richtung der etwas schmalhüftigeren Nönnchen... .





    Mats Review:



    Tabak Nr. 2:

    Optisch gibt es über diesen Tabak erstmal nicht viel zu sagen. Es handelt sich um einen „Curly Cut“. Hell- bis mittelbraune Tabake umschließen ein dunkelbraunen, fast schwarzen „Kern“, allerdings nicht zu vergleichen mit zum Beispiel den „Roper's Roundels“ oder den „Flake Medaillons“, deren „Kern“ rundlich ist. Hier ist der Kern eher „in die Länge“ gezogen. Der Geruch des Tabaks ist heuig, grasig, somit denke ich, dass hier die „Hauptkomponente“ aus Virginiatabaken besteht. Neben diesem Geruch kann ich nichts weiter wahrnehmen, will heißen, dass ich hier schon Produkte aus der Mac Baren-Familie mit ihrem typischen „Ketchup-artigen“ Geruch ausschließe. Beim Rauchen gesellt sich eine leichte Würze und Erdigkeit hinzu und auch eine dezente Süße stellt sich ein. Ich tippe mal, dass hier Perique für die Würzigkeit sorgt. Sofern Michael nicht in „mühsamer Kleinarbeit“ einen „Curly Block“ in appetitliche Häppchen geschnitten hat, könnte dieser Tabak trotzdem aus dem gleichen Hause stammen und auf den Namen „Peter Heinrichs Spec. Selection Curly“ hören.





    Abuzers aka Matthias Review:




    ich hatte heute die Freude mich über die Tabake "herzumachen".

    Die Nummer 2 wollte ich als erstes verkosten, denn sie sieht einfach wunderschön aus.

    Vor mir lag ein toll gemachter Rollcake, wie ich ihn bislang nur von Mac Baren kenne. Der Tabak riecht leicht süßlich und unaufdringlich. Wunderschön dunkle Kerne von irgendetwas geräuchertem, dem Geruch nach Kentucky, sind von gelbem und braunem Virginia umschlossen. Da hat jemand wirklich nur die schönen Coins in das Tütchen gepackt :)


    Ich nehme 6 Coins, falte sie in der Mitte und bringe sie in meine Georg Jensen Pfeife ein. Der Tabak lässt sich wunderbar entzünden, im ersten Drittel kommt ganz deutlich eine Süße durch, die nicht vom Virginia stammt - ich nehme an, es ist das berühmte Mac Baren Ahornsirupflavour. Der Tabak brennt schön und gleichmäßig, beißt allerdings wenn man unachtsam wird. In der Mitte kommt auch der Kentucky zur Geltung, das letzte Drittel der Pfeife ist leider kein Genuss - was aber vermutlich an mir liegt, da ich sie für einige Stunden beiseite legen musste um sie dann abermals zu entzünden.


    Ich würde sagen, es ist eindeutig der Stockton Rollcake von Mac Baren. Der Tabak ist deutlich weniger süß als der Dark Twist und einfach toll. Ich habe noch genug Tabak für eine weitere Pfeife und werde ihn etwas trocknen lassen.





    Die Auflösung:


    Immerhin 2 von 3 haben es richtig.

    Ich hab mir gedacht das es fast zu leicht ist.

    Es ist der

    Stockton von Mac Baren



    Gruß, Michael :)

    "Ich mag Leute die mir reinen Wein einschenken.

    Oder Schorle. Schorle geht aach."
    (gesehen in der Pfalz)

  • Kurzer Nachtrag:


    Irgendwo habe ich gelesen das außer dem Virginia ein Dark fired Kentucky der dem Cavendish-Verfahren unterzogen wurde, verwendet wird.

    Das zähmt den Kentucky etwas :)

    "Ich mag Leute die mir reinen Wein einschenken.

    Oder Schorle. Schorle geht aach."
    (gesehen in der Pfalz)

  • Das zähmt den Kentucky etwas :)

    Das stimmt ! ;)


    LG & PX,

    Rainer

    Glaube nicht an Dinge von denen du nur Echos und Schatten kennst (Japanisches Sprichwort)

    Glaube versetzt selten Berge, Aberglaube immer ganze Völker (Rafik Schami)

  • Gude zusammen,


    also auf einen Tabak aus dem Hause Mac Baren wäre ich jetzt wirklich nicht gekommen. Meine kurzen Ausflüge in diese doch umfangreiche Welt endeten schnell aufgrund dieses sich bei mir, wie bereits oben beschrieben, einprägenden Geruchsbilds. Respekt und Anerkennung, oder auch Chapeau, vor diesem Tabak.:thumbup:


    @Michael: Somit liegst du 2:0 in Führung.:wink:


    Rainer und Matthias: Chapeau:thumbup:für eure gradlinige und perfekte Detektion dieses Tabaks.


    Gruß Mats

    "Eine Pfeife ohne Tabak ist wie ein Hirn ohne Ideen." (E. T. A. Hoffmann)