Nach dem Rauchen...

  • Hallo zusammen,


    ich bin bisher nach dem Rauchen hergegangen und habe die Asche mit dem Räumdorn etwas aufgelockert und so die Pfeife abkühlen lassen, und anschließend ausgeleert. Jetzt habe ich erfahren, das es einige Pfeifenraucher gibt, die die Asche in der Pfeife aufschütteln, so dass sich im gesamten Kopf eine leichte Ascheschicht bildet. Hat das eine bestimmte Funktion? Trocknet die Pfeife dann schneller oder ist das gut für die Cakebildung? Würde mich mal interessieren.


    Bei meiner brandneuen Pfeife werde ich das mal so handhaben, dass ich die Asche auflockere und schüttele, bevor ich sie auskippe. Mal sehen, was es bringt.


    Danke für Antworten, und


    Liebe Grüße,

    Sebastian

  • Hallo Sebastian,


    mache es auch eher aus Spaß an der Freud`, und weil man dann mehr Kontrast in der Brennkammer hat

    (z.B. ob da noch irgendwo Reste kleben)


    HTH - Manni

    pfiffig kommt von Pfeife...

  • Gud´n Abend,


    ich mache das nur bei den Pfeifen, die ich einrauche oder bei denen ich den

    Cake auffrischen will. Die Asche bildet eine feine Schicht in der Brennkammer,

    die Wasser bindet und ganz gut kleben bleibt. Hier kann sich dann die nächste

    Kondensatladung gerne dranhängen und eine stabilere Schicht bilden, die in

    Cake resultieren soll.

    Ansonsten muss es reichen, wenn ich die Brennkammer nach dem Rauchen

    mit dem Pfeifenreiniger auswische, da verteilen sich auch noch feinste Partikel,

    wie man beim anschließenden Auspusten sieht.


    Gruß


    Thorsten

    "Every morning I wake up thinking, 'Good, another 24 hours of smoking'"

    - J.R.R. Tolkien - 1966 -

  • Jetzt habe ich erfahren, das es einige Pfeifenraucher gibt, die die Asche in der Pfeife aufschütteln, so dass sich im gesamten Kopf eine leichte Ascheschicht bildet. Hat das eine bestimmte Funktion? Trocknet die Pfeife dann schneller oder ist das gut für die Cakebildung? Würde mich mal interessieren.

    Hi Sebastian,


    ich mach das mit dem "Aufschütteln" schon immer so, ohne dessen Sinn und Zweck jemals inschinörmäßig-materialwissenschaftlich-physikalisch-thermodynamisch zu Ende gedacht zu haben...


    Tatsache ist: Du vergrößerst die Spezifische Oberfläche sabbelaufsaugender Komponenten in der gesamten Rauchkammer, und das kann nur gut sein !


    Allerdings lass ich diese Ascheschicht nicht drin, sondern die wird mit der Nachfolgenden Pfeifenreinigung (nach ausreichender Trockenzeit, am selben Abend noch oder idealerweise am nächsten Tag...) mit rausgeschrubbelt.

    Weil... ich sehe keinen kausalen Zusammenhang zwischen Ascheresten in der Rauchkammer und angeblich positiver Auswirkung auf die Cakebildung.

    "Cake" ist nun mal per Definition von Kohlenstoff dominiert, und nicht Hauptbestandteil mineralischer kohlenstoffverarmter Relikte, die Asche so an sich hat.


    Wenn du früher mal ein Mofa gefahren hast... mit 1:25 oder 1:50 Mischung Sprit, dann war es irgendwann man mal fällig, den Auspuff auszubrennen... bei Pfeifen nennen wir das neudeutsch "Reamen"... klar, nä ? ;)


    Happy puffing,

    Rainer

    Glaube nicht an Dinge von denen du nur Echos und Schatten kennst (Japanisches Sprichwort)

    Glaube versetzt selten Berge, Aberglaube immer ganze Völker (Rafik Schami)

  • Hallo Sebastian,


    ich gehöre auch zu den "Schüttlern" 😁 und so ganz wirklich hab ich auch noch nicht darüber nachgedacht, warum das so ist ;-)


    Die Asche, die am Daumen haften bleibt, ist aber ein guter Indikator über ihren Feuchtigkeitsgehalt. Wenn sie schön trocken ist, kann man sie fast Rückstandsfrei wegblasen und ich kann die Pfeife guten Gewissens eine Weile mit ihr zusammen liegen lassen, damit sie noch etwas Kondensat sammeln kann.

    Bleibt sie jedoch an meinem Daumen kleben, kann sie auch nichts mehr aufsaugen und wird umgehend entsorgt.


    Wenn ich eine neue Pfeife einrauche belasse ich die gepuderte Wandung, weil ich mir einbilde, daß sich die Cakeschicht ein klein wenig schneller bildet.

    Bei Pfeifen die eingeraucht sind, wird sie jedoch mit einem zu Schlaufe geformten Pfeifenreiniger entfernt.


    Viele Grüße

    -Frank-


    (Ich glaube, daß war der längste Text den ich jemals mit einem Handy verfasst habe 🥵)

    „Zu glauben, daß wir etwas tun, während wir nichts tun, ist die Hauptillusion des Tabaks.“
    Ralph Waldo Emerson
    ... ein Narr wer Boeses dabei denkt...

  • Hallo Sebastian,

    Gude Sebastian,


    die Asche ist hygroskopisch und soll mit dieser Methode die Feuchtigkeit an der ganzen Brennkammerwand binden.

    Kann man machen, ist aber sicher nicht Kriegsentscheidend...

    ich sehe das wie Uwe. Nur solltest du beim auflockern der Tabakreste lieber den "Löffel" deines Pfeifenbestecks nehmen und nicht den Räumdorn, der bei den herkömmlichen "Tschechen" meist spitz ist oder einen Grat hat. Damit läufst du Gefahr, dir den Boden der Brennkammer deiner Pfeife zu beschädigen. Ansonsten fliegt bei mir die kalte Asche recht zügig aus dem Pfeifenkopf raus und er wird mit einem Küchenkrepp gereinigt. Die Methode mit dem gebogenen Pfeifenreiniger geht auch, aber auch hier sollte man darauf achten, dass der Draht nicht irgendwo den Innenraum beschädigt.


    Gruß Mats

    "Eine Pfeife ohne Tabak ist wie ein Hirn ohne Ideen." (E. T. A. Hoffmann)

  • Hallo zusammen,


    so wie ich das hier sehe, ist das Aufschütteln der Asche ja nicht zwingend erforderlich. Also werde ich es in Zukunft wieder lassen. Weil entweder macht man sich dadurch die Hände gehörig dreckig, oder es geht jedes mal ein Taschentuch drauf, mit dem man den Kopf verschließt. Werde also in Zukunft wieder die Aschereste umrühren mit dem Pfeifenbesteck.


    Liebe Grüße,

    Sebastian

  • Wenn du früher mal ein Mofa gefahren hast... mit 1:25 oder 1:50 Mischung Sprit, dann war es irgendwann man mal fällig, den Auspuff auszubrennen... bei Pfeifen nennen wir das neudeutsch "Reamen"... klar, nä ? ;)


    Hoffentlich fängt jetzt nicht ein Pfeifenneuling an mit heißer Flamme die Pfeife "auszubrennen". :lol:


    Genau wie beim Stopfen hat wohl auch nach dem Rauchen jeder seine Zeremonie. Ich lass die Asche nach dem Rauchen ca. 30 MInuten abkühlen und rühre die Aschereste dann etwas auf. Nach einiger Zeit wird die Asche geräumt und mit Pfeifenreiniger Mundstück und Pfeife von Restfeuchte etc. befreit. Dabei wische ich auch den Pfeifenkopf mit einem zur Schlaue gebogenen Pfeifenreiniger aus. Aschereste sind somit dann auch weg. Die Pfeife geht dann zurück in den Pfeifenschrank und bekommt ein paar Tage zum Ausruhen.


    Ob das nun richtig ist oder nicht - für mich ist das so in Ordnung und die Pfeifen stinken auch nicht. Kann also nicht so verkehrt sein. Aber jeder, wie er mag. Viele Wege führen nach Rom.

    Beste Grüße

    Roman


    In einer Herde von schwarzen Schafen ist das weiße Schaf das schwarze.

  • Servus Sebastian,

    bei mir fliegt die Asche sofort raus, dann einmal kräftig durchblasen und einen Reiniger durchziehen. Damit nimmt man im Rauchkanal die meiste Feuchtigkeit schon mit, im Kopf selber ist eh nicht soviel, je nachdem, wie Du rauchst.


    Gruß Jens

  • Servus Sebastian,

    bei mir fliegt die Asche sofort raus, dann einmal kräftig durchblasen und einen Reiniger durchziehen. Damit nimmt man im Rauchkanal die meiste Feuchtigkeit schon mit, im Kopf selber ist eh nicht soviel, je nachdem, wie Du rauchst.


    Gruß Jens

    Das ist so ziemlich genau wie ich es mache ;-) Viel mehr, finde ich, braucht es nicht.

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    Gruss, Phil - Sounds mean nothing without music (Jerry Goldsmith, film composer)