Falsches Stopfen, passiert auch alten Hasen

  • Hallo zusammen,


    ich wollte hier an dieser Stelle einmal kurz mal länger ausholen und den Neueinsteigern Mut ( oder Angst?) zu machen und sich nicht von dem Ding Pfeife verrückt machen zu lassen. Es braucht Geduld dazu und nichts ist perfekt.


    Auch mir als jahrelanger Pfeifenraucher passieren manchmal noch Fehler. So wie heute. Ich habe heute Abend eine Pfeife geraucht, die ums Verrecken nicht vernünftig glimmen wollte. Es kam einfach nicht genügend Rauch und Geschmack rüber und ich musste mehrfach nachzünden. Dies, so vermute ich stark ist auf ein Stopffehler zurück zu führen. Auch alten ( oder mittleren) Hasen passiert dies ab und zu noch, daher, wenn es von Anfang an nicht gleich klappt, lasst euch nicht entmutigen. Macht einfach weiter. Manchmal gibt es solche Tage, da will die Pfeife einfach nicht. Sowas gibt es, auch bei denen, die schon länger Pfeife rauchen.


    Wollte ich nur mal geschrieben haben.


    Liebe Grüße,

    Sebastian

  • Och, das passiert jedem von uns alten Säcken hie und da immer noch. Don't worry, be happy!

    ------------------
    Gruss, Phil - Sounds mean nothing without music (Jerry Goldsmith, film composer)

  • Hallo zusammen,


    Richtig, Sebastian, Stopffehler geschehen immer mal wieder. Insbesondere bei Tabaken, mit denen man keine Vorerfahrung hat, ist das eher als Funktion denn als Fehler gedacht: nur so findet man heraus, wie der Tabak für ein gutes Raucherlebnis zu stopfen ist. Man lernt jedesmal hinzu :)


    Beste Grüße


    Rolf :)

    Bevor man eine Frage beantwortet, sollte man immer erst eine Pfeife anzünden. Pfeiferauchen trägt zu einem einigermaßen objektiven und gelassenen Urteil über menschliche Angelegenheiten bei.– A. Einstein rauch10t5rz3.gif

  • Gud´n Mittag,


    ja, das Stopfen...

    Ich dachte immer, dass ich zu doof dafür bin. Viele Leute haben ihre Methoden im Netz vorgestellt

    und garantieren ein phänomenales Rauchergebnis damit, z.B. die Frank-Methode. Habe ich auch

    ausprobiert und: Funktioniert...


    ...nicht immer. Das kommt immer viel zu sehr auf den Tabak und die verwendete Pfeife an. Mr. Pease

    hat auch Artikel darüber geschrieben, dass ihm ein Kumpel die Pfeife gestopft hat (hört sich lustig an)

    und dass der Rauchvorgang ganz besonders gewesen sei. Ein paar Artikel später ist er wieder auf der Suche

    nach der perfekten Methode.

    Das funktioniert mal besser, mal schlechter, kommt auf das Glätten der Asche an, dann raucht Pease

    die Pfeife wieder so lange bis sie ausgeht, glättet dann und zündet erneut...

    Mal so, ma so. Selbst bei Flakes ist der Unterschied riesig, vergleiche mal Marlin mit MacBaren-Flakes.

    Brauchen alle eine andere Behandlung.


    Mir scheint, dass es wichtig ist, dass der Tabak die richtige Kondition hat, weder Luftlöcher beim

    Stopfen eingebaut werden, der Stoff weder zu locker noch zu fest ist.


    Ich hatte vorgestern ein ähnliches Erlebnis wie Du, Sebas. Die DDLNRs sind mein Standard-Basis-Tabak.

    Daran müssen sie sich alle messen. Er hat es aber IMMER, dass er das Feuer gut annimmt und nach

    10 Minuten in die Knie geht. Danach kommt er wieder und konzentriert sich zum Ende hin auf.

    Aber Freitag Abend habe ich die Pfeife weggelegt, als sie am Ende war und hatte für fünf Minuten

    Karussell inklusive Übelkeit. Zu dicht gestopft? Zu viel Stoff? Zu schnell geraucht?

    Kann ich eigentlich alles mit Nein beantworten.


    Manchmal stehen die Sterne etwas komisch und wir sitzen dümmlich darunter...

    Ich werde nicht müde, es weiter zu versuchen 8)


    Gruß


    Thorsten

    "Every morning I wake up thinking, 'Good, another 24 hours of smoking'"

    - J.R.R. Tolkien - 1966 -

  • Aber Freitag Abend habe ich die Pfeife weggelegt, als sie am Ende war und hatte für fünf Minuten

    Karussell inklusive Übelkeit.

    passiert mir oft dann, wenn ich die Pfeife (z.B. beim Lesen) zu lange im Mund hängen hatte, unabhängig vom Tabak...

    pfiffig kommt von Pfeife...

  • Hallo zusammen,


    was bei mir bei ca. 50% der Pfeifen die ich so rauche passiert ist ein "Kegelbrand". Das heißt die Glut glimmt nicht gleichmäßig runter, sondern es glimmt konisch runter, dass die Pfeife irgendwann ausgeht.

    Ich hab da nichts systemisches feststellen können und ehrlich gesagt keine Ahnung warum das immer wieder passiert.

    Eigentlich hab ich auch meinen Frieden damit gemacht. Ich trage vorsichtig die Asche ab, kippe mit dem Löffel den unverbrannten Tabak nach innen, stopfe kurz nach, Feuer drauf und gut.

    Hat jemand einen Tip?

    Wenn nicht, machts auch nix.


    Gruß, Michael 😁

    "Ich mag Leute die mir reinen Wein einschenken.

    Oder Schorle. Schorle geht aach."
    (gesehen in der Pfalz)

  • Hallo Michael,


    ich lockere ab und zu den Rand nach dem Nachstopfen in der Mitte und klopfe seitlich mit dem Finger an die Pfeife, dadurch brennt der Rand dann nach.

    In der Mitte ist der meiste Zug, daher der Kegelbrand.


    HTH - manni

    pfiffig kommt von Pfeife...

  • Hallo Manni,


    Danke für den Tip:thumbup:

    Schon ausprobiert und es klappt😁


    Gruß, Michael:)

    "Ich mag Leute die mir reinen Wein einschenken.

    Oder Schorle. Schorle geht aach."
    (gesehen in der Pfalz)

  • Hallo Zusammen,


    das Problem kenne ich auch :-)

    Mir ist ebenfalls aufgefallen, dass das sehr stark vom Tabak und der verwendeten Pfeife abhängig ist. Ich besitze beispielsweise eine Vauen Cambridge. Die ist absolut zickig was das Stopfen und Rauchen angeht. Entweder sie wird schnell heiß, oder hat keinen richtigen Zug. Mittlerweile verwende ich sie daher eher für Flakes. Ich habe das Gefühl, dass es damit besser klappt.


    Viele Grüße

  • Gud´n Nachmittag,


    was bei mir bei ca. 50% der Pfeifen die ich so rauche passiert ist ein "Kegelbrand".

    ich lockere ab und zu den Rand nach dem Nachstopfen in der Mitte und klopfe seitlich mit dem Finger an die Pfeife, dadurch brennt der Rand dann nach.

    Das Problem habe ich auch, liegt in der Natur der Dinge. Zum Einen ist es der Zug, der bei einer

    optimal (Wer kann das schon?) gestopften Pfeife Trichter-förmig vom Zugloch hoch zur Kopföffnung

    geht, zum anderen ist die Wandung ja auch kälter und "schützt" etwas den anliegenden Tabak,

    an dem sich Kondensat sammeln kann.

    Ich bin daher dazu übergegangen, die Asche/Glut regelmäßig Kegel-förmig nach zu tampern,

    sozusagen antizyklisch entgegenwirken. Das geht schon ganz gut mit dem Tschechen, aber

    mit dem Rattray's Pfeifenstopfer sehr gut:



    Ich hoffe, man kann die kugelige Glut/Asche erkennen. Geht natürlich auch mit günstigen "Teller"-Stopfern von

    z.B. Pasatore.


    Gruß aus einem sehr tristem Mönchengladbach


    Thorsten

    "Every morning I wake up thinking, 'Good, another 24 hours of smoking'"

    - J.R.R. Tolkien - 1966 -

  • Hallo Thorsten,

    Geht natürlich auch mit günstigen "Teller"-Stopfern von

    z.B. Pasatore.

    ... das geht auch mit einem ganz normalen "Tschechen" gut: die haben bekanntermaßen den einseitigen Tamper, den man dann einfach schräg halten kann. Die Asche zu einem Kegel zu formen klappt natürlich am besten dann, wenn der Tabak am Rand wenigstens ein wenig verglommen oder angekokelt ist. Ansonsten komprimiert man nur unverbrannten Tabak noch ein wenig mehr, was bei den Brandeigenschaften nicht so wirklich hilft.


    Bei der ganzen Stopferei ist natürlich auch nicht zu vergessen, dass der Tabak einigermaßen gut konditioniert ist. Das ist bei jedem Tabak bei einer anderen Feuchte der Fall (Koinzidenzen sind zulässig), und auch individuell geschmacksabhängig.


    Meine lieben Experimentalkollegen jammern bei sowas immer von einem ziemlich reichlichen Parameterraum, aber hier in diesen Zusammnhängen würde ich eher von sehr vielen Variationsmöglichkeiten, die es zu erproben gilt, sprechen ...


    Happy experimenting


    Rolf :)

    Bevor man eine Frage beantwortet, sollte man immer erst eine Pfeife anzünden. Pfeiferauchen trägt zu einem einigermaßen objektiven und gelassenen Urteil über menschliche Angelegenheiten bei.– A. Einstein rauch10t5rz3.gif

  • Hallo Leute,


    beim Stopfen in Zylinderform muss man jedoch im unteren Drittel aufpassen, dass man das Zugloch nicht zustopft. Also immer schon um das Zugloch herum stopfen. Sonst hat man irgendwann einen entsetzlich schweren Zug.


    Liebe Grüße,

    Sebastian

  • Leute... viel zu viel Wissenschaft :lol:. Bei mir ist immer noch try-and-error angesagt. Damit kommt man auch nach Jahren gut zurecht...:razz:

    ------------------
    Gruss, Phil - Sounds mean nothing without music (Jerry Goldsmith, film composer)

  • Moin,

    Stopfen ist für diese Handlung eh der völlig falsche Begriff. Wer stopft, stopft.

    Es geht dabei nur darum, die Oberfläche etwas glatt zu halten, dass die Flamme beim Nachzünden Futter findet und sonst um gar nichts. Keinesfalls den Tabak nachzudrücken oder sonst so was in der Art. Sonst ist irgendwann unten dicht.


    Gruß Jens

  • Gud´n Nachmittag,


    Stopfen ist für diese Handlung eh der völlig falsche Begriff. Wer stopft, stopft.

    Es geht dabei nur darum, die Oberfläche etwas glatt zu halten, dass die Flamme beim Nachzünden Futter findet und sonst um gar nichts. Keinesfalls den Tabak nachzudrücken oder sonst so was in der Art. Sonst ist irgendwann unten dicht.

    Wer kann schon optimal stopfen? Selbst Maitre Pease hat solche und solche Erlebnisse.

    Ich halte es am Besten mit unten fluffig, dann kompakt und oben auf glatter Oberfläche

    etwas Gekrümel drauf. Wenn der Zug dann gut ist, sollte es gehen. Stopfen im Sinne von

    Zustopfen ist übel, Glätten ist eher angesagt, mit leichter Kuppel in der Mitte. :thumbup:


    Gruß


    Thorsten

    "Every morning I wake up thinking, 'Good, another 24 hours of smoking'"

    - J.R.R. Tolkien - 1966 -