Fragen zu bestimmten Pfeifen - Herkunft, Hersteller oder Historie

  • Hallo, ich bräuchte mal Hilfe:

    Ich habe eine Pfeife in meiner Sammlung, zu der ich im Netz nichts finden kann.
    Auch die Bezeichnungen auf der Pfeife helfen nicht weiter.
    Im Bestand habe ich mehrere Pfeifen von Jean Lacroix. Aber die hat ein anderes Emblem und andere Stempelungen.

    Anstatt „Jean Lacroix“ und „Maitre Pipier a Saint-Claude“ ist „Erikson“ und „Echt Lacroix“ eingeprägt

    Vielleicht hat ja jemand etwas Hintergrundinformationen zuvdieser Pfeife oder zu diesen Stempelungen.
    Hier ein Paar Bilder

  • Discovering the Origins of a French Echt Lacroix S.A. Erikson 185 Flame Grain Billiard
    I purchased the Lacroix S.A. Erikson at an antique shop on the walking street in Burgas, Bulgaria, during the summer of 2017.  My wife and I had gone to the…
    thepipesteward.com

    Hi Ben,

    schau mal ziemliches Epos mit vielen side steps, dürfte aber deine Fragestellung erschöpfend erklären. Relativ leicht gefunden , ohne AI/KI.;)

    Happy puffing

    Rainer

    Glaube nicht an Dinge von denen du nur Echos und Schatten kennst (Japanisches Sprichwort)

    Glaube versetzt selten Berge, Aberglaube immer ganze Völker (Rafik Schami)

  • Ich hab gerade mal in der KI gefragt,da fallen die Namen der Hersteller von Bari oder Former.

    Tja, so viel zu AI... ;)

    ------------------
    Gruss, Phil - Sounds mean nothing without music (Jerry Goldsmith, film composer) | Pipes mean nothing without a silver ring... (Phil, Pete smoker)

  • Hallo Rainer,

    Danke für das recherchieren. Den Artikel kenne ich. Aber irgendwie klärt er nicht auf, was es mit dem „Echt“ und „Erikson“ auf sich hat.
    Der Verfasser kommt nur* zu dem Schluss, dass die Pfeife vor 1962 gefertigt wurde.
    *was ja schonmal eine tolle Information ist. Wäre damit die älteste Pfeife, die ich habe.

    Auch hat der Verfasser nur eine weitere Pfeife mit diesem Logo und Schriftzug gefunden. Mit seiner und meiner, sind es nur 3.

    Vielleicht war die Firma Erikson ein Hersteller oder eine Vertriebsfirma oder Handelskette, die ein paar Pfeifen von Lacroix ins Programm nahm?

    Eine Frage drängt sich mir auf:

    Wenn die Pfeife wirklich von vor 1962 oder gar schon in den 1950ern gefertigt wurde - ist es dann nicht für diese Zeit ein recht ungewöhnliches shape?

  • Hi Ben

    Ich kenn Leute die wissen sogar welche Mondphase bei einer xyz Dunhill war und dass die Tochter vom Werkstattmeister schwanger war was sie selber aber noch gar nicht wusste...:lol:

    Ähnliches gilt bestimmt auch für andere Markenpfeifen in den höheren Preisligen oder langer Tradition. Mark Irwin z.B. hat mit Co-Authoren ein Buch nur über Peterson Pfeifen gemacht...usw.

    Bei der Massenware die mal in Frankreich gefertigt wurde wird das wohl etwas schwieriger wegen dem ganze Drehkarusell und Bäumchen wechsel dich. Ideal wäre in deinem Fall da mal einen alten Hasen zu finden der da noch viel weis...so ein Maitre Pipier...

    Happy puffing

    Rainer

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  • Ja. Da sind dann manchmal Leute durch eine Manufaktur, im Zuge eines betreuten Rundgangs, geschleust worden. Haben sich ein paar Notizen gemacht. Erzählt wird nur das, was sie auch wissen sollen. Ein paar Anekdoten werden erzählt und für wahr genommen. Verstanden wird das, was man verstehen will.
    Und schon wissen sie alles. :)

    Aber was im Falle der Erikson/Lacroix für mich schonmal interessant ist: die Pipe ist älter als ich.

    Und was mich noch interessieren würde: Angenommen, sie ist aus dem Zeitraum von vor 1962 - wäre es für die Zeit ein ungewöhnliches shape?

  • Aber was im Falle der Erikson/Lacroix für mich schonmal interessant ist: die Pipe ist älter als ich.

    ...das ist schon ein schönes Sentiment. Spannend wirds wenn man eine Pfeife sucht die genau so alt ist wie man selbst. :saint:

    Happy puffing

    Rainer

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  • Und was mich noch interessieren würde: Angenommen, sie ist aus dem Zeitraum von vor 1962 - wäre es für die Zeit ein ungewöhnliches shape?

    Jein. Sixten Ivarsson der ja schon in den frühen Fünfzigern viele Shapes für Stanwell designte, war recht kreativ und entwarf viele Shapes die für damalige Zeiten schon aussergewöhnlich waren, sich aber gleichzeitig sehr gut verkaufen liesen und Stanwell hatte die Maschinen um seine Shapes in Serie zu fertigen. Er hat den Begriff der "dänischen Klassik" in meinen Augen maßgeblich mitgeprägt.

    Andere Hersteller waren da noch weitaus konservativer unterwegs was Shapes und Formensprache bei Pfeifen anbelangte.

    Deshalb mein Jein. Es gab sie schon die modernen Shapes, aber halt nicht bei jedem Hersteller.

    Was man auch nicht vergessen sollte, Dunhill hatte schon in den zwanziger und dreißiger Jahren des letzten Jahrhunderts Pfeifenformen in ihrem Programm, die geradezu revolutionär waren für ihre Zeit. Z.B. eine gerade Pfeife mit Kugelkopf und schräg umlaufendem Saturnring. Vor ca. 20 - 25 Jahren nachgebaut von Tom Eltang, für den die alten Dunhillkataloge fast sowas wie die Bibel des Pfeifenmachers sind.

  • Spannend wirds wenn man eine Pfeife sucht die genau so alt ist wie man selbst.

    Servus Rainer,

    das ist jetzt gerade bei Dunhill absolut kein Problem...;)

    Die schlimmste Weltanschauung ist die Weltanschauung von Leuten, die die Welt nie angeschaut haben.

    Alexander von Humboldt

  • Spannend wirds wenn man eine Pfeife sucht die genau so alt ist wie man selbst.

    Servus Rainer,

    das ist jetzt gerade bei Dunhill absolut kein Problem...;)

    Eben desdewegen und drumdehalb hatte ich mir zu meinem 50sten eine solche gegönnt...ODA 835...;) ...ansonsten hab ichs bekanntermaßen eher mit weißen Balken...;) ...und bei denen wird erst seit 1987 datiert...

    Happy puffing

    Rainer

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  • ODA 835.

    Schööön, gibt's da auch Bilder von???

    Hi Jens

    Ich geh mal davon aus dass du weist wie eine 835er ODA aussieht...;) ...also Beweisphoto Herr Kommissar? :P...bin noch ca. 10Tg. im KH plus dann Anschlussreha, Bilder zuhause auf dem PC aber nicht hier auf Smartphone...musst dich noch gedulden....

    Pfeife natürlich sehr gepflegt auch vom Vorbesitzer. Der war mal ernstzunehmender und mit Sachkenntnis gesegneter Dunhill Sammler. Ziemliche Schnitzeljagd die 59er Nadel im Heuhaufen zu finden und das noch als anständige Pfeife. Ähnlich alte wenige gesehene Dunnies teils absolut grässlich...Schrott...eigentlich nur noch den weißen Punkt wert. Erfolg letztenlich über bek. Dunnie Sammler vermittelt.

    Happy puffing

    Rainer

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  • Servus Herr Rekonvaleszent,

    klar weiß ich, wie ein 835er ODA aussieht, im Prinzip. Trotzdem sehen sie doch alle unterschiedlich aus... Ich denke, Du weißt, wie ich das meine.

    Aber das kann warten. Erstmal gute Besserung und komm wieder auf die Beine.

    Viele Grüße

    Jens

    Die schlimmste Weltanschauung ist die Weltanschauung von Leuten, die die Welt nie angeschaut haben.

    Alexander von Humboldt

  • Servus Herr Rekonvaleszent,

    klar weiß ich, wie ein 835er ODA aussieht, im Prinzip. Trotzdem sehen sie doch alle unterschiedlich aus... Ich denke, Du weißt, wie ich das meine.

    Aber das kann warten. Erstmal gute Besserung und komm wieder auf die Beine.

    Viele Grüße

    Jens

    Hi Jens,

    hab doch noch ein Bild gefunden, im Archiv. Sonst hab ich keins. Bild-Qualität entsprechend meiner seinerzeitigen Digitalkamera...so ca. 2009...

    Die Pfeife unspektakulär, also ohne Ring Grain, Cross Grain oder sonstige Finessen.

    Happy puffing

    Rainer

    Glaube nicht an Dinge von denen du nur Echos und Schatten kennst (Japanisches Sprichwort)

    Glaube versetzt selten Berge, Aberglaube immer ganze Völker (Rafik Schami)

  • Hi Sverre,

    was meinst du mit "etwas neues" ?

    Schöne Pfeife, aber für "Schatz" hat jeder so seine eigenen Ansichten...;)

    Autographen wurden mal in hoher Stückzahl auf den Markt gebracht, als "Freehands" gegensätzlich zu den üblichen nach Shapenummer hergestellten Savinellis. Alles Einzelstücke in vielen Formen, glatt, gestrahlt, teilgestrahlt usw...in verschiedenen Gradings... m.E. etwas inflationär, und billig waren sie auch nicht, aber viel bekommt man generell nicht mehr dafür wie man an deiner sieht. Natürlich in den höheren Gradings schön gemaserte Stücke dabei in oft respektabler Größe. Ich hab einige, handwerklich sehr gut gemacht, rauchen sich alle sehr gut.... und man hat was in der Hand...;)

    Happy puffing

    Rainer

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  • ...unspektakulär, also ohne Ring Grain, Cross Grain oder sonstige Finessen.

    Happy puffing

    Rainer

    Servus Rainer,

    ein richtiger Klassiger eben, und als ODA auch ausreichend groß... Ich habe bei mir die Schwester als 848 in ähnlichem Finish als Cumberland. Die ist zum täglichen Rauchopfer fast zu groß, denn selbst als 6er Größer fällt sie im Vergleich zu "regulären" 6er-Größen sehr voluminös aus.

    Gruß Jens

    Die schlimmste Weltanschauung ist die Weltanschauung von Leuten, die die Welt nie angeschaut haben.

    Alexander von Humboldt