Estate Pfeifen mit der Salz/Isopropanol Methode?

  • Hi zusammen!!

    Kurze Fragen zur der oben aufgeführten Methode.Verfahrt ihr bei Estate Pfeifen mit der Salz/Isopropanol Methode oder habt ihr andere Vorgehensweisen was den Brennraum betrifft?

    Gelesen habe ich das man den Kopf mit groben Salz bis obenhin befüllt und dann mit Isopropanol beträufelt bis das Salz damit gesättigt ist.Über mehrere Stunden/über Nacht einwirken lassen,anschließend das Salz ausschütten und mit warmen Wasser ausspült um Salzrückstände zu entfernen.

    Meine Bedenken gehen jetzt an das ausspülen mit Wasser.Ist das für die Pfeife/Holz nicht ein wenig "ungesund"? Oder macht es dem Holz nach ausreichender Trocknung nichts aus?

    Habt ihr andere Vorgehensweisen oder Vorschläge?

    VG Marco

    Ich muss wohl kaputt sein.Nie funktioniere ich so,wie andere es gerne hätten.

  • Hi Marco,

    ich würde kein Isopropanol nehmen, den hohen Alkoholgehalt brauchst du nicht. Was neutrales wie z.B. billiger Wodka reicht völlig. Flachmann von der Supermarktkasse hält lange, falls du nicht selber, ähm...;)

    Die Salzfüllung nicht einsumpfen, also so wie du es beschreibst.

    Spülen mit Wasser ist kontraproduktiv weil du das löst was du eigentlich rausbekommen möchtest... also, ausschütten, bei Bedarf mit umgebogenem Pfeifenputzer oder Bürstchen nachhelfen und mit verdrilltem Haushaltstuch ausreiben. Färdisch.:)

    Bei Bedarf wiederholen.

    Plan B für hartnäckige Fälle: Kopf vorwärmen (wichtig) z.B. auf die Heizung legen und dann Aktivkohle rein, also Filter schlachten oder im Aquarienhandel kaufen. Warm halten und am nächsten Morgen rauskippen. Färdisch.😀

    Frohes Gelingen

    Rainer

    Glaube nicht an Dinge von denen du nur Echos und Schatten kennst (Japanisches Sprichwort)

    Glaube versetzt selten Berge, Aberglaube immer ganze Völker (Rafik Schami)

  • Hi Rainer!!

    Den guten Wodka verschwenden??=O ;)

    Also Isopropanol wäre für mich definitiv kein Problem,da ich im Keller ein 5l Kanister mit 99% habe.Das mit dem Wasser ausspülen war ja auch so meine Befürchtung,zwar eher die Angst um das Holz,aber gut.

    Aber alles im Allem kann man es so machen...prima!! Danke!!

    VG Marco

    Ich muss wohl kaputt sein.Nie funktioniere ich so,wie andere es gerne hätten.

  • Ähm wenn man bei Tante Google folgendes eingibt: "salz alkoholmethode tabakpfeifen" kommt nach einer kurzen, aber guten Beschreibung des Vorgangs, folgender Hinweis:

    Hinweis: Manche Experten warnen vor der Verwendung von 70%igem Alkohol (mit 30% Wasseranteil), da das sich auflösende Salz in das Holz eindringen und bei Erwärmung die Oberfläche sprengen könnte. Die Verwendung von 99%igem Alkohol wird daher empfohlen.

    Keine Ahnung inwieweit es tatsächlich relevant ist, ich habe mich immer für die 99% entschieden.

    Viele Grüße

    -Frank-

    ... ein Narr wer Boeses dabei denkt...

  • Dann passt das ja mit meinem 99%igen Isopropanol.

    Aber ich habe auch gelesen das sehr viele,gerade die schon längere Zeit Pfeife rauchen,diese Methode bevorzugen.


    VG Marco

    Ich muss wohl kaputt sein.Nie funktioniere ich so,wie andere es gerne hätten.

  • Hallo in die Runde,


    ich selber habe schon gute Erfahrungen mit dem Isopropanol gemacht. Jedoch das 70%. Das mit dem einziehenden Salz in den Pfeifenkopf ist mir neu, aber ich les da mal was nach. Grundsätzlich funktioniert die Geschichte mit dem Salz Alkohol, nur ganz wichtig, darauf achten, dass kein Alkohol auf die Beize am Pfeifenkopf kommt. Ist mir selber schon passiert bei einer lackierten Pfeife, nun hat die Pfeife am Kopfrand einen Fleck. Gut, rauchen lässt sie sich trotzdem.


    Je nach dem, wie stark die Pfeife gemarkt ist durch den Vorgänger Tabak, muss man das Ganze dann jedoch ein, zwei mal wiederholen, aber grundsätzlich, es funktioniert.


    Grüße,

    Sebastian

  • Hallo Marco,

    sie funktioniert auch recht gut.

    Ich mache es aber eigentlich nur wenn hier eine ungereinigte Estate bei mir einfliegt. Bei meinen Pfeifen überrauche ich ein eventuelles "ghosting", wie man heute so schön sagt, einfach.

    Viele Grüße

    -Frank-

    ... ein Narr wer Boeses dabei denkt...

  • Und du spülst sie nach dem entfernen des Salzes auch mit warmen Wasser aus?

    Ich muss wohl kaputt sein.Nie funktioniere ich so,wie andere es gerne hätten.

  • Hallo Marco,

    sie funktioniert auch recht gut.

    Ich mache es aber eigentlich nur wenn hier eine ungereinigte Estate bei mir einfliegt. Bei meinen Pfeifen überrauche ich ein eventuelles "ghosting", wie man heute so schön sagt, einfach.

    Viele Grüße

    -Frank-

    Hab mir gestern eine DC Danske Club 11 aus der Bucht gekauft und es stand "ungereinigt" dabei.Obwohl sie noch wirklich sehr gut und wenig geraucht aussah.Fast keine Brandränder am Kopf und das Acryl Mundstück war auch noch top.

    Ich muss wohl kaputt sein.Nie funktioniere ich so,wie andere es gerne hätten.

  • Hatte ja schon mit Sven wegen seiner Black Diamond drüber gesprochen,das mir diese 11er Form/Reihe sehr gefällt und ich bis Dato noch keine Stanwell besitze.Gut....ist jetzt keine 100%ige,sondern eine Nebenmarke von Stanwell, aber hey....mir gefällt diese Art.Hab sie leider nur nirgendwo mehr bekommen.

    Ich muss wohl kaputt sein.Nie funktioniere ich so,wie andere es gerne hätten.

  • Viel Geschreibsel, wo doch Tante Google alles weis...

    Glaube nicht an Dinge von denen du nur Echos und Schatten kennst (Japanisches Sprichwort)

    Glaube versetzt selten Berge, Aberglaube immer ganze Völker (Rafik Schami)

  • Hallo zusammen,

    also ich werf' hier mal was kontraproduktives im Sinne von "Do it yourself" in den Raum:
    Angenommen, ich hätte eine Estate, die ich ungereinigt erstanden hätte, dann würde ich im Sinne von "support your local dealer" das gute Stück bei Sven Steinmann abgeben (nur als Beispiel jetzt...) und ihn das machen lassen. Er verdienst damit sein Geld und einer, der das beruflich macht, macht es vermutlich, nein fast mit Sicherheit, besser und fachmännischer. Er hat dann noch eine Ozonkammer etc. pp. Und ausserdem kann ich dann beim Hingehen und Abholen gemütlich einen Plausch halten, Käffchen trinken,. Pfeifen gucken... (und dabei meine Estate bereits perfekt aufgearbeitet aussuchen....;))

    Ja, man kann es selber machen, wenn man die Werkstatt hat, genug Lehrgeld gezahlt hat und das vielleicht auch semiprofessionell macht. Aber für den Durchschnittsraucher, der ab und an mal was erwirbt und/oder seine Stücke einfach mal aufhübschen möchte, denke ich, ist die meinige die bessere Lösung.
    Nota bene: ein jeder nach seiner Facon, aber ich mache es nur noch so. Ich habe auch einige Pfeifen meines Vaters (der leider ein bisschen ein Ferkel war...) so aufarbeiten lassen.
    Gruß Jens

    Die schlimmste Weltanschauung ist die Weltanschauung von Leuten, die die Welt nie angeschaut haben.

    Alexander von Humboldt

  • Servus Jens,

    ich stimme Dir zu. Habe gerade eine Pfeife meines Vaters zu Janzen geschickt. Nicht wegen reinigen. Die Unterseite des Mundstücks ist duchgebissen und das ging mir beim rauchen auf den Zeiger. Ferkel sollte man die Väter aber nicht nennen. Die hatten eine andere Einstellung dazu. Uns würden sie wahrscheinlich für verrückt oder neurotisch erklären.

    Gruß

    Stephan

  • Hallo Jens,


    da ich selber wenig handwerkliches Geschick habe, und mir auch das Werkzeug fehlt habe ich das in der Vergangenheit tatsächlich mehrmals schon so mit meinen eigenen Pfeifen gemacht. Mir extra für meine Pfeifen eine Hobbywerkstatt mit Poliermaschine und PiPaPo einzurichten will ich nicht, ich glaube da steht die Ausgaben für Werkzeug und der dafür benötigte Platz nicht in Relation zu.


    Was ich selber mache ist Pfeifen ab und an mal von Hand polieren, ich habe einen Reamer, mit dem ich die Kohlekruste bearbeite, und ja, ich habe auch schon Pfeifen mit der Salz Alkohol Methode neutralisiert. Wenns um tiefergehende Arbeiten an der Pfeife geht, war früher DanPipe mein Ansprechpartner.


    Es ging damals zu seinerzeit z.B. darum ein Mundstückkanal etwas aufzubohren, die Filterkammer anzupassen, da ich eine Pfeife hatte, bei der nach dem Rauchen immer der Filter steckenblieb und solche Sachen. So etwas würde ich auch heute immer noch vom Profi machen lassen, einfach weil ich darin absolut keine Übung habe, und ich mir für solche gelegentliche Dinge nicht extra Werkzeug anschaffen will.


    Grüße,

    Sebastian

  • Die Salz-Alkohol-Nummer habe ich gelegentlich einmal bei ziemlich versumpften Estates angewendet. Aber mit billigem 80% Stroh Rum. Den verwende ich auch zum Desinfizieren von Estate Mundstücken. Zum richtigen Aufpolieren geb ich die Pfeifen zu Janzen in Hamburg.

    Mast- und Schotbruch

    Sven ⚓️

    Mast- und Schotbruch

    Sven ⚓️