Neue Peterson mit Fehlbohrung?

  • Ein Hallo in die Runde!

    Ich habe bei der Bucht eine Peterson Weihnachtspfeife 2023 gekauft. Bekommen habe ich sie für 85€ inkl. Versand.

    Mit OVP, unberaucht, alles neu!

    Jetzt kam sie eben an, und ich habe einen kleinen Schreck bekommen. Nachdem ich über Lederbeutelchen und Silberpoliertuch gefreut habe, mußte ich feststellen, daß die Holmbohrung den Boden der Rauchkammer unterbohrt.

    Hier ein paar Fotos im Anhang.


    Es kam auch die Qualitätskarte mit. Die beinhaltet ja, daß man ein Jahr nach Erwerb die Pfeife bei Produktionsmängeln zurücksenden kann. Jetzt ist sie ja aber von 2023, gekauft bei Ebay. Was soll ich tun? Ist sie auch trotz dieser verpfuschten Bohrung vernünftig rauchbar? Hattet ihr solche Erfahrungen schon?


    Ps. Ich dachte erst es handelt sich vlt. um eine als Peterson verkaufte Irish Second, aber gestempelt ist nunmal das Original.


    Danke für eure Antworten im vorhinein!

  • Sieht aus, als ob da die Einrauchpaste über der Bohrung ein bisschen aufträgt. hast Du einen PipeNet? Einfach mal den Teer etwas wegschaben. Aber ich sehe da eh kein Problem. Etwas tiefer ist nicht so schlimm wie zu hoch. Das nivelliert sich eh mit dem Cake.

    Gruß Jens

    Die schlimmste Weltanschauung ist die Weltanschauung von Leuten, die die Welt nie angeschaut haben.

    Alexander von Humboldt

  • Entschuldige bitte meine Unwissenheit, aber was ist denn ein PipeNet?

    Mein Bedenken war, daß sich das Kondensat unter dem Boden sammelt, und die Pfeife sich dann in eine Wasserpfeife verwandelt...

    Tja, aber vielleicht ist es wirklich nur ein Bläschen unter der Einrauchpaste, ich schau mir das Zuhause nochmal genauer an!

    Glück Auf!

  • Servus,

    PipeNet ist ein Reamer. Ein Werkzeug mit dem man normlerweise die Kohleschicht im Pfeifenkopf reduziert. Wenn du keinen hast würde ich mal beherzt mit dem Räumdorn vom Pfeifenbesteck zu Werke gehen.

    Ich glaube auch das man die rauchen kann.

    Gruß - Thomas

    Edit: Manni war schneller.

  • Ich habe von dieser Firma leider keinen, ich habe sonen Reamer an dem man durch drehen den Durchmesser ändern kann. Mit dem komme ich aber wahrscheinlich nicht richtig den Boden geschabt.

    Ich schaue mal zuhause, nach der Schicht, ob es vlt. wirklich nur Einrauchpaste ist!

    Glück Auf!

  • Man nannte das mal "German Drilling"...Rainer Barbi hat gerne etwas tief gebohrt, und dazu gabs natürlich ne Geschichte...;) ...aber der Reamer wird es hier an den Tag bringen. Auf den schnellen Blick sieht da erst mal nix schlimm aus. Also, weg mit der schwarzen Schmotze...;)

    Happy reaming

    Rainer

    Glaube nicht an Dinge von denen du nur Echos und Schatten kennst (Japanisches Sprichwort)

    Glaube versetzt selten Berge, Aberglaube immer ganze Völker (Rafik Schami)

  • Also, kleines Update.

    Leider nicht nur Einrauchpaste, sondern tatsächlich auch Holz am Boden, das quasi unterbohrt wurde.

    Aber wenn ich das hier richtig mitgenommen habe, ist das nicht so schlimm, richtig?

    Glück Auf!

  • Hi Sverre:),

    einzig wo du drauf achten solltest ist beim Stopfen oder Nachstopfen, kann passieren dass sie mal zu geht ... dann einfach mal Pfeifenputzer kurz reinstochern und alles ist wieder gut.

    Anmerkung zur Nomenklatur: "Fehlbohrung" bedeuted im Lästermodus 9mm Filterpfeifen...weil das Zapfenloch im Holm größer als bei oFi Pfeifen gebohrt werden muss...:P

    Happy puffing

    Rainer

    Glaube nicht an Dinge von denen du nur Echos und Schatten kennst (Japanisches Sprichwort)

    Glaube versetzt selten Berge, Aberglaube immer ganze Völker (Rafik Schami)

  • Jetzt ergibt so Einiges Sinn, was ich hier im Forum mal so gelesen habe! :D

    Diese Benennung kannte ich so noch garnicht, aber durchaus lustig!


    Ich hab sie jetzt mal befeuert mit dem Fayyum, Feedback, und natürlich auch ein Bild des Neuerwerbs gibt es dann morgen!

    Glück Auf!

  • Sollte eigentlich kein Problem machen (eine Second wäre es wenn irgendwo A, B oder C stehen würde).

    Genau Fehlbohrung nennen wir 9mm Filterkammern, :batman_mrgreen::mrgreen::batman_nutty:

    ------------------
    Gruss, Phil - Sounds mean nothing without music (Jerry Goldsmith, film composer) | Pipes mean nothing without a silver ring... (Phil, Pete smoker)

  • Ich bin kein Pfeifenbauer und repariere auch regulär keine Pfeifen, doch ich frage mich, ob man diese den Brennkammerboden untertunnelnde Bohrung nicht ganz einfach mit einem Dremel in eine offene Rinne verwandeln kann.

    Mast- & Schotbruch

    Sven ⚓️

    Mast- und Schotbruch

    Sven ⚓️

  • Ich danke euch für die zahlreichen Kommentare!

    Hier das versprochene Feedback:

    Rauchen ließ sich die Pfeife ganz normal, ohne jegliche Komplikationen. Schwieriger fand ich dann jedoch das Reinigen. Das liegt daran, daß sich beim putzen der Bohrung Tabakkrümel, Asche und Pfeifenputzerfasern unten in die "Untertunnelung" gelegt haben, und ich sie da nicht richtig rausbekommen habe.

    Da hab ich drüber nachgedacht, ich hab sie dann ganz ganz sachte mit einem Bohrer aus meinem Reamer herausgedreht. Jetzt allerdings die Überlegung, ob diese Reste, die evtl. sogar noch durch ein wenig Restkondensat in der Asche oder kleinen Krümeln angereichert sind, evtl. dort nicht trocknen können, und mir dort das Holz kaputt machen. :/

    Die Bohrung geht jedenfalls gefühlt bis ungefähr zum Mittelpunkt der Brennkammer, und die Holzschicht darüber ist max. 1 mm stark.

    Hoesy Wie oft meinst du, könnte das Wegbrennen brauchen?

    Glück Auf!

  • Hi Sverre,

    ich hätte da noch eine etwas rüde Methode, aber bei Bedarf reproduzierbar erfolgreich, und genau das Gegenteil zu einer partiellen Feuerbestattung:

    Ich gehe davon aus dass dein Reamer schön scharfkantig ist. Sodele, jetzt machst du den Brennkammerboden mit ein paar Tropfen Wasser nass…einwirken lassen, das Holz wird ein paar zehntel Millimeter tief „aufgeweicht“ und mit dem Reamer mittels sanftem Druck das angeweichte Holz wegschaben. Das gibt dann an den Schneiden einen feinen „Holzschlamm“… wegputzen und wiederholt nachwässern (weil das Wasser wirklich nicht tief eindringt) bis du am Ziel bist. Dabei empfehle ich den oberen Teil des Reamers mit Gewebeband o.ä. abzukleben um zu vermeiden dass du beim Verkanten Schmarren in den oberen Teil der Rauchkammer reinmachst. Pfeife dann 1-2 Tage ruhen lassen.

    Regressansprüche bei ruinierter Pfeife lehne ich ab…:P …aber wenn du mit Gefühl vorgehst kann nix passieren und das Ergebnis wird perfekt. Und keine Angst vor „Wasser“…da gibts leider zu viele Horrorgeschichten…bedenke was der Klotz schon alles erlebt hat bevor er zu einer Pfeife wurde…;)

    Happy reaming

    Rainer

    Glaube nicht an Dinge von denen du nur Echos und Schatten kennst (Japanisches Sprichwort)

    Glaube versetzt selten Berge, Aberglaube immer ganze Völker (Rafik Schami)