Vapor Blasting

  • Das von Marcus beschriebene Verfahren hat mich neugierig gemacht…

    Bei so einer Maschine die für Pfeifen größenmäßig ausreicht ist man schnell mal beim 3-5 fachen einer guten Sandstrahlkabine (Denkbasis 1.000 €), gesehen bei Aquablast/Polen…

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    Sicher findet man heraus wo es „Dienstleister“ in der Nähe gibt, deren Hauptaufgabe vermutlich individuelles „Aufhübschen/Hollywooding“ alter Motor/Getriebegehäuse uvm. ist. …wie z.B. im Video für das Knutschkugel Getriebegehäuse gesehen…

    Wäre mal echt ein Versuch wert, vllt weniger geeignet für Erdbeere und Morta, aber Bruyere könnte interessant sein, speziell auch etwas älteres/härteres (?). Den Überschwang an Wasser kann das Holz gut ab, und dürfte bei der geschätzten Behandlungsdauer eh nur wenig eindringen. („Driften“ ist da wesentlich rabiater…)

    Happy blasting

    Rainer

    Glaube nicht an Dinge von denen du nur Echos und Schatten kennst (Japanisches Sprichwort)

    Glaube versetzt selten Berge, Aberglaube immer ganze Völker (Rafik Schami)

  • Ich würde ja gerne dabei sein und das Gesicht des Vapor-Blasters sehen, wenn du da mit deinem alten Rauchholz ankommst. Keine Ahnung ob der sowas in seiner Anlage haben will 8|

    Generell ist die Anlagentechnik, das Verfahren und das Strahlmittel halt nur die halbe Miete. Wenn überhaupt. Das Wichtigere ist wie oft im Handwerk Erfahrung, die man gesammelt hat. Daher habe ich hohen Respekt vor den tollen Ergebnissen unseres Bonsai Pfeifenkünstlers.

    Ich lasse meine Motorradteile inzwischen meistens bei einem Dienstleister in der Nähe strahlen, der sich mit seiner kleinen Firma auf Fahrzeugteile spezialisiert hat. Der bringt mit ganz schnöden Glasperlen sehr gute Ergebnisse hin und da habe ich schon einiges an Pfusch gesehen.

    Bei mir geht es im Regelfall um unbehandelte Aluminium Sand- und Kokillengußoberflächen. Die sind hübsch, werden aber bei Nutzung im Regen oder bei Streusalz schnell unansehlich, bekommen dann weiße Qxidausblühungen und dunkle Verfärbungen. Um die wegzubekommen, braucht man einen gewissen Abtrag, aber, wenn es danach nicht gleich wieder häßlich werden soll, eine Materialverdichtung der Oberfläche. Bei falscher Handhabung (zu viel Druck, zu wenig Abstand, zuviel "Bruch" im Strahlgut, "reißt" es die Oberfläche auf und schaut dann schnell wieder häßlich aus. Das ist dann halt Erfahrung...

    Das von dir im anderen Beitrag angesprochene Trockeneisstrahlen eignet sich eher zum Reinigen und spezielle Fälle. Damit kann man alte Öl/Schmutzschichten gut entfernen. Oder, wenn man weiß wie es geht (auch wieder Erfahrung..), alten Unterbodenschutz so entfernen, dass der Lack des Blechs darunter erhalten bleibt. Und das ganze im zusammengebauten Zustand, weil die Eis-Pellets danach verdampfen, wohingegen der feine Staub von z.B. Glasperlen auch bei gutem Abkleben immer in irgendwelche Ritzen kommt. Da gab es schon Leute, die damit, wenn es Motoren oder Getriebe sind, die Grundlage für spätere Schäden legen, weil sie meinen dass das alles mit ein bisschen Abkleben und oberflächlicher Reinigung nach dem Strahlen geht.

    Vapor Blasting "entschärft" dagegen etwas die Wirkung von Glasperlen etwas und ergibt eine schöne Oberfläche.

    So genug off-Topic.

    Gruß

    Marcus

  • Ich würde ja gerne dabei sein und das Gesicht des Vapor-Blasters sehen, wenn du da mit deinem alten Rauchholz ankommst. Keine Ahnung ob der sowas in seiner Anlage haben will 8|

    So genug off-Topic.

    Gruß

    Marcus

    Hi Marcus,

    warum soll der ein Gesicht machen wg. „altem Rauchholz“ im Vergleich dazu wenn einer mit einem alten Isetta Getriebegehäuse angedackelt kommt…. und was soll es der Anlage schaden ?

    Ich würde sogar einen Schrit weitergehen und freundlich fragen ob ich es selber machen darf. Ich hab in meinem kleinen Leben mehr Pfeifen gestrahlt als man denkt, und weis wie das Holz auf die jeweilige Attacke reagiert, halt nur „trocken“…aber man sieht dann schnell ob das was wird oder man hört auf.

    Mit dem Trockeneis hast du recht, hier fehlts möglicherweise an Abrasivität. Ich hab mal gesehen wie die an der Ahr verschlammte Stromverteiler und Schaltkästen gereinigt haben…CO2 passt da halt besser als Wasser…;)

    Wieso off-Topic ? Das „Topic“ ist Vapor Blasting, und wer da was interessantes dazu weis, gerne. :)

    Happy puffing

    Rainer

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  • um was genau geht es hier? =O

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    Gruss, Phil - Sounds mean nothing without music (Jerry Goldsmith, film composer) | Pipes mean nothing without a silver ring... (Phil, Pete smoker)

  • Ich lasse mir zweimal jährlich das Eßzimmermobiliar beim Zahnarzt sandstrahlen 😂🤣.

    Mast- & Schotbruch

    Sven ⚓️

    Mein Doc und ich nennen es Hollywooding…;) …ich glaub es sind Salzkörner in dem Fall…zusammen mit einem fiesen synthetischen Himbeergeschmack…:rolleyes:

    Happy PZRing

    Rainer

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  • um was genau geht es hier? =O

    Hi Phil,

    musst halt Forum lesen…8o …es ging hier neulich in einer anderen Rubrik nebenbei um klassisches Sandstrahlen generell, und Marcus hat dieses uns allen bislang unbekannte Verfahren erwähnt mit einem Beispielfilm. Ich fand das sehr interessant und hab deswegen ein separates Thema zum „Vapor Blasting“ gemacht.

    Alaska?
    Rainer

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  • Ich hab in meinem kleinen Leben mehr Pfeifen gestrahlt als man denkt, und weis wie das Holz auf die jeweilige Attacke reagiert, halt nur „trocken“…aber man sieht dann schnell ob das was wird oder man hört auf.

    Hallo Rainer,

    wollte dir nicht nahetreten. Wenn du schon Pfeifen mit aus anderen Strahlverfahren bearbeitet hast, hast du natürlich "Erfahrung". Ob du mit der Pfeife in einer Vapor - Anlage willkommen bist, musst du halt fragen. Ich könnte mir vorstellen, dass das doch ein Problem sein könnte, weil man dann die Holzpartikel im Umlauf hat. In der Regel werden die Teile vorher in einer Teilewaschanlage vom Grobschmutz befreit. Ist aber nur ein "Bauchgefühl" von mir, dass das auf Ablehnung stoßen könnte.

    Gruß

    Marcus

  • Hi Marcus,

    nee nee, alles gut ! :)

    Eine übliche Strahlkabine im “Trockenverfahren“ hat einen Zyklon/aka Windsichter, der die Feinanteile für weiteres Strahlen in Zirkulation aussondert…was einerseits aus dem wasauchimmer abgetragenen Material besteht, sowie dem Strahlmedium selbst, was bei der Ochsentour ja auch kontinuierlich feiner wird und deshalb an Wirksamheit verliert…beides muss raus. Es sei denn die Maschine versprüht nur „jungfräuliches“ Strahlmittel und der ganze Schmodder geht in den Müll bzw. Kehrdreck, z,B. bei Naturstein Hausfassaden…

    Ohne konstruktive Detailkenntnis einer „Nassstrahlmaschine“ zu kennen, würde ich erwarten dass die eine Art Schlammabscheider/Hydrozyklon hat…und da ist es eigentlich egal ob die Feinanteile übriger Ölknaster, feinste Metallteilchen oder Holzteilchen sind…

    Prinzipbedingt ist es so dass eine „Nassabscheidung“ wesentlich trennschärfer ist als eine „Trockenabscheidung“… was dazu führte dass mich dieses Vapor Blasting so neugierig macht…;)

    Happy puffing

    Rainer

    Glaube nicht an Dinge von denen du nur Echos und Schatten kennst (Japanisches Sprichwort)

    Glaube versetzt selten Berge, Aberglaube immer ganze Völker (Rafik Schami)

    Einmal editiert, zuletzt von Rainer (7. Juni 2026 um 02:11)