Meine Frau und ich lieben Opern, also war es naheliegend für uns, gestern Abend, zwei Karten für den Freischütz am 27.08 in Braunschweig zu ordern.
Tja und so groß die Vorfreude ist, so groß ist auch meine Sorge die mit modernen Inszenierungen einhergeht. Am besten erklärt sich das an unserer ersten Opern Erfahrung vor zwei Jahren: Die Ringaufführung (Wagner) in Berlin. Die Anreise über 4 Tage war ein Fiebertraum, musikalisch war es toll, die Inszenierung hat mich schwer enttäuscht. Zu viel Moderne, zu Abstrakt, ja mitunter so abstrakt, daß es mit der eigentlichen Handlung nichts mehr zutun hatte.
Selbige Angst habe ich jetzt im Hinterkopf auch im Bezug auf den Freischütz, genau wie Wagners Ringaufführung ein riesiger Klassiker (wenn nicht sogar die deutsche Oper schlechthin!). Leider steht auch dort schon dabei, daß der Regisseur moderne Züge mit einbinden will...
Wie geht ihr mit sowas um? Reagiere ich da evtl. über? Mir wird oft gesagt ich sei ewig gestrig, und daß ich nicht erwarten kann eine Aufführung wie vor 30-60 Jahren zu sehen. Aber warum eigentlich nicht? Ist nicht der historische Kontext eine Variable die nicht herrauszunehmen ist? Geht es nicht um die Geschichten im Bezug zu der jeweiligen Zeitlinie? Oder könnt ihr euch den Herren der Ringe (Tolkien) in der heutigen Zeit vorstellen?![]()
Tja, da hilft wohl nur abwarten und Tee trinken, oder eben Pfeife rauchen! ![]()