Carnauba Wachs

Carnauba Wachs

Beitragvon Heinrich » Mi 10. Aug 2011, 08:15

Hallo Freunde dT,

beim Aufarbeiten bzw. bei der regelmäßigen Pflege der Pfeifen habe ich noch einen Punkt, den ich nicht optimal hinbekomme. Das ist das Auftragen und richtige Auspolieren von Carnauba Wachs. Ich mache es bisher immer so:

Ich habe einen Block mit hartem Carnauba Wachs, den ich mit dem möglichst heißen Föhn erwärme. Dann halte ich ich an eine nur für Wachs benutzte Polierscheibe, um Wachs in diese hineinzubekommen. Danach halte ich die ebenfalls mit dem Föhn erwärmte Pfeife an diese Scheibe. Die Pfeife wird danach zwar schön blank, ich habe aber das Gefühl, dass kaum Wachs wirklich auf der Pfeife haften bleibt. Dieses erhärtet sich durch den Umstand, dass ich nach einmal rauchen (also intensivem befingern mit entsprechend Fingerschweiß) einen Großteil des Glanzes schon wieder verliere.

Der Wachsblock ist sehr hart und wird auch nach Erwärmen mit dem Föhn nicht wirklich weicher und es wird auch nur sehr wenig von dem Block abgetragen. Ich glaube, dass da irgendwo das Problem liegt. Soll ich das lieber aufschmelzen?

Kann mir einer was zu diesem Thema sagen? Ich würde mich freune, wenn ich den einen oder anderen Tipp bekäme.

Gruß

Heinrich
Heinrich
 

Re: Carnauba Wachs

Beitragvon -Frank- » Mi 10. Aug 2011, 08:48

Moin Heinrich,

Carnauba einfach gegen die laufende Scheibe halten und anschließend die Pfeife gegen die Scheibe - ferig ;-)

LG
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Re: Carnauba Wachs

Beitragvon Heinrich » Mi 10. Aug 2011, 09:14

Hallo Frank,

mache ich ja so, hatte vergessen zu erwähnen, dass die Scheibe dabei läuft :mrgreen: . Ich weiß nicht, ob ich vielleicht schlechtes Wachs habe, oder ob ich es mir nur einbilde, jedenfalls bleibt m.E. nicht genug (wenn überhaupt etwas) auf der Pfeife.

Danke und Gruß

Heinrich
Heinrich
 

Re: Carnauba Wachs

Beitragvon Lukas » Mi 10. Aug 2011, 10:38

Hallo Heinrich,

ich machs genauso, wie Du es beschrieben hast. Allerdings dauert es schon ne ganze Weile und ich machs auch mehrmals.

Gruß Lukas
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Re: Carnauba Wachs

Beitragvon roxel » Mi 10. Aug 2011, 11:37

Moin zusammen!

Mal eine Frage am Rande:

Wie "dick" soll denn Carnauba-Wachs überhaupt aufgetragen werden?


Gruß
Michael
roxel
 

Re: Carnauba Wachs

Beitragvon Lukas » Mi 10. Aug 2011, 11:48

Hallo Michael,

in mm? Keine Ahnung. Wird wohl sicherlich weit unter einem mm bleiben. Ich polier immer nach Bedarf. Aus Erfahrung ist es so, dass nun mal Wachs ein Naturprodukt ist und auf Abgriff reagiert. Also bleibt ein hin und wieder Polieren der Pfeife nicht aus.
Ansonsten soll ein Poliertuch von Dunhill nicht schlecht sein, aber ich hab und hatte noch keins.

Gruß Lukas
Lukas
 

Re: Carnauba Wachs

Beitragvon HaJo » Mi 10. Aug 2011, 12:01

Guude Michael,
der Auftrag von Carnauba ist eigentlich das letzte Finish und wird nur dünn aufgetragen um Hochglanz zu erreichen. Die Rmit weichem Tuch entfernen.
Das Finish nach dem Beizen ist spez. zu betrachten denn da muss man berücksichtigen ob man noch mit Schellack und Paraffinöl arbeitet. Ist ein etwas kompl.
Thema und muss man in einem anderen Rahmen erörtern. Wenn du also nur einen Gebrauchte auf arbeiten willst, so benutze nur wenig Carnauba und eine gute Polierscheibe. Vielleicht sollte mal über einen Workschop zu diesem Thema nachgedacht werden.
Keep smoking,
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Re: Carnauba Wachs

Beitragvon HaJo » Mi 10. Aug 2011, 12:08

Guude Heinrich,
Carnaubawachs kannst du mit reinem Bienenwachs- am besten vom Imker- geschmeidiger machen. Probiere es aber erst mal mit einer kleinen Portion.
Puristen mögen das etwas anders sehen.
Kommt auch auf die Scheiben an die du nimmst. Es besteht natürlich auch noch ein Zusammenhang zwischen Aufarbeitung der Oberfläche und Finish nach der Beize. Lies auch was ich Michael geschrieben habe.
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Re: Carnauba Wachs

Beitragvon roxel » Mi 10. Aug 2011, 13:10

Moin allerseits,

also wird Carnauba-Wachs doch nur eher dünn (und mit einer guten Portion "Gefühl") aufgetragen.
Danke für Eure Aufklärung.

Gruß
Michael
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Re: Carnauba Wachs

Beitragvon Kelvin » Mi 10. Aug 2011, 13:18

Hej Jungs,

bezüglich des Carnaubawachses ist schon viel Richtiges geschrieben worden.

Eine Anmerkung dazu noch von mir: Das Erwärmen oder sogar Verflüssigen um es auf eine Polierscheibe zu bringen halte ich für ungut. Wenn ich große Mengen des Wachses flüssig oder weich auf die Scheibe bringe, wird es durch die Rotation und die damit verbundene Abkühlung wieder hart werden. Hartes Wachs in meiner weichen Scheibe wird aber sicher die relativ weiche Holzoberfläche bzw. die Grundierung des Holzes verkratzen!

Ich halte das wachs einfach an die Scheibe bei maximaler Drehzahl und regele sie dann zum polieren runter. Ich habe übrigens diverse Carnauba-Wachse (selbst aus Amerika) ausprobiert und bin bei danpipe hängengeblieben.

Das ist das Härteste was ich bisher kennengelernt habe. Pechschwarz und riecht beim Abbrieb nach Lakritz. Dann weiß ich auch, dass ich was davon auf der Scheibe habe. ;)

Übrigens liegt das Problem mit dem Glanz vermutlich nicht am Carnauba, sondern an der Vorbehandlung des Holzes wie Hajo schon angedeutet hat. Wir hatten dazu hier mal einen Thread oder aber im alten Forum. Ich suche den mal und poste den Link hier.

Viele Grüße,
Kelvin
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Re: Carnauba Wachs

Beitragvon -Frank- » Mi 10. Aug 2011, 13:33

Hallo Heinrich

Das verstehe ich nicht. Eigentlich sollte genug Wachs auf der Scheibe bleiben. Carnauba hinterlässt bei mir schon nach wenigen Sekunden eine Art Spiegelglanz. Allerdings - wie Lukas schon sagt - ist es halt nur Wachs und greift sich relativ schnell wieder ab.
Natürlich gibt es auch Unterschiede in der Haltbarkeit. Zum einen macht es einen Unterschied, wie fein die Pfeife denn tasächlich geschliffen wurde, zum anderen ob sie eine Grundierung, wie etwa eine Shellackbehandlung, oder (meiner Meinung nach besser aber kaum noch in Gebrauch) Leinölfirnes bekommen hat.

Viele Grüße
-Frank-
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Re: Carnauba Wachs

Beitragvon Heinrich » Mi 10. Aug 2011, 18:52

Hallo Leute,

erstmal vielen Dank für die vielen Antworten. Also grundsätzlich ist es so. Ich arbeite lediglich gebrauchte Pfeifen auf, oder ich pflege meine Vorhandenen eben mal damit. Ich habe die Polierscheiben von Dan Pipe und einen dicken festen Block Wachs. Wie kann ich den mit Bienenwachs mischen? :?: Würde ich gerne tun, weiß aber echt nicht wie.

Ich denke, ich werde jetzt erstmal, wie Frank sagt, mehr Geduld haben und es mehrmals machen. Dass das wieder abreibt ist schon klar, aber nach einmal rauchen? Hmm! Soll ich also nach jedem rauchen mit Carnauba Wachs polieren? :o :shock: (Ja nee, is klar)

Also, da muss ich dann wohl mal durch.

Danke nochmal und Gruß

Heinrich
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Re: Carnauba Wachs

Beitragvon Heinrich » Mi 10. Aug 2011, 19:50

Hallo FdT,

so, ich war nochmal im Keller, hab noch ein paar Mal poliert. Es ändert sich nichts. Dann habe ich mal die Polierscheibe für Carnauba näher untersucht und möchte behaupten: die ist total sauber. Da war niemals Wachs drin, da müßte man doch Reste sehen. Ich bin mir fast sicher, ich habe nie wirklich Wachs aufgetragen sondern nur mit eine Scheibe ohne Poliermittel poliert. Dass das dann nach einmal rauchen wieder matt ist, kann ich mir vorstellen

Ich werde es die Tage mal mit Wachs aufschmelzen, flüssig auftragen und auspolieren versuchen.

Gruß

Heinrich
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Re: Carnauba Wachs

Beitragvon HaJo » Mi 10. Aug 2011, 23:53

Hallo Heinrich,
Trage das Wachs bitte nicht flüssig auf die Scheibe auf denn das wird zuviel und du hast einen dicken Film auf dem Holz.
Das wird kein Polieren sondern schmieren.
Falls du das Carnauba mit wenig(wirklich wenig) Bienenwachs vermischst dann benutze den Alubehälter von einem Teelicht.
Kannst du dann wenn das Wachs kalt ist prima aufschneiden und das Stück dann an die Scheibe halten. Drehende Scheibe natürlich.
Keep smoking,
Hajo
Viele Grüße vom Frankenstein, HaJo
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Re: Carnauba Wachs

Beitragvon Silberner » Do 11. Aug 2011, 00:02

hmmm, magst Du vor der Schmelzaktion einfach mal bei mir vorbeikommen wenn Dir die paar km (vorausgesetzt es ist Wesel und nicht Bochum) nicht zu weit sind? Eine Stabilität der Schicht, die einmal Rauchen übersteht, kriegen wir wohl hin :) Ich kann mir Dein Zeug angucken, und wie Du vorgehst, meistens ist es nur eine Kleinigkeit.
Und mit Carnauba polieren macht einfach nur Spaß wenn sie beginnen so glänzen als wären sie nass und die Masern so hervortreten als wären Sie mit Tusche gezogen, hach :D

Grüße
Jörg
Zuletzt geändert von Silberner am Do 11. Aug 2011, 00:10, insgesamt 1-mal geändert.
Silberner
 

Re: Carnauba Wachs

Beitragvon Silberner » Do 11. Aug 2011, 00:09

Nachtrag... was Du von Deiner Scheibe berichtest, klingt gut.
Meine Carnaubascheibe ist genau so. Als wenn sie "jungfräulich" wär.
...um mit Herbert G. zu sprechen: ..."isse aba nich"... ;)
Silberner
 

Re: Carnauba Wachs

Beitragvon Heinrich » Do 11. Aug 2011, 06:43

Hallo FdT,

danke nochmal für die Tipps.

@Jörg: Ich wusste gar nicht, dass Du ganz hier in der Nähe (ja, es ist Wesel) wohnst, bei Kleve, wenn ich das richtig sehe. Ja, ich würde gerne mal vorbeikommen. Ich schaffe das aber erst nach dem Urlaub. Wenn es Dir passt wäre das dann im September. Ich werde mich dann mal per PN bei Dir melden, um einen Termin auszumachen. Vielen Dank für das Angebot. Ich finde es auch schön, sich mal persönlich kennenzulernen.

Viele Grüße

Heinrich
Heinrich
 

Re: Carnauba Wachs

Beitragvon gerd » Do 11. Aug 2011, 16:11

Hallo zusammen,

dann will ich auch noch mal menen Senf dazugeben.

Ich habe das gleiche wie Heinrich. Carnauba und Polierscheibe von DanPipe. Und bei mir sind deutliche Spuren am Carnaubablock von Abrieb und auch die Scheibe hat auch deutliche Spuren vom Wachs. Kann mann an den Fingern merken, wenn mann über die Scheibe fährt. Und meine Pfeifen glänzen auch länger und es sind kaum Abnutzungserscheinungen an der Pfeife festzustellen.

Es ist dieser knochenharte dunkelbraune, fast schwarze Block. Aber durch die Reibungshitze der Scheibe wird doch genügend Wachs "abgeschmolzen". Mann sollte den Block schon einige Sekunden an die Scheibe halten, damit Wärme entsteht. Dann "Klappst auch mit den Nachbarn" ;)
gerd
 

Re: Carnauba Wachs

Beitragvon W.B.Design » Do 11. Aug 2011, 17:52

Heinrich hat geschrieben:Hallo FdT,
Ich werde es die Tage mal mit Wachs aufschmelzen, flüssig auftragen und auspolieren versuchen.
Gruß
Heinrich

Hi Heinrich,
tu das nicht, zum einen ist es zuviel und dann noch punktuell und nicht gut verteilt.
Laß die Scheibe laufen und drück dein Carnaubawachs dagegen, 20 bis 30 Sek. reichen.
Dann schau dir den Block Carnaubawachs an der Stelle an welche du an die Scheibe
gehalten hast und du wirst sehen da ist was abgeschliffen. Das hängt dann gut verteilt
in der Scheibe so wie es sein soll und bringt dir auch kurzzeitig Glanz ;)
Für längeren Glanz muss der Untergrund aufwändig behandelt werden und das wird
meist nur bei teureren Handmades gemacht.
Gruß Werner
W.B.Design
 

Re: Carnauba Wachs

Beitragvon Silberner » Do 11. Aug 2011, 23:20

Heinrich hat geschrieben:Hallo FdT,

danke nochmal für die Tipps.

@Jörg: Ich wusste gar nicht, dass Du ganz hier in der Nähe (ja, es ist Wesel) wohnst, bei Kleve, wenn ich das richtig sehe. Ja, ich würde gerne mal vorbeikommen. Ich schaffe das aber erst nach dem Urlaub. Wenn es Dir passt wäre das dann im September. Ich werde mich dann mal per PN bei Dir melden, um einen Termin auszumachen. Vielen Dank für das Angebot. Ich finde es auch schön, sich mal persönlich kennenzulernen.

Viele Grüße

Heinrich


Dann machen wir das so :) September ist fein, allerdings bin ich möglicherweise vom 22.09 bis 01.10 mit meinem Töchterchen auf Reisen, aber das sehn wir dann. Möglicherweise hast Du schon von diesem "Bodendenkmal" Louisendorf gehört... etwa 1000m davon wohne ich, an der Verbindungsstraße zwischen Uedem und Kleve...
Freu mich :D
Silberner
 

Re: Carnauba Wachs

Beitragvon frankpipes » Fr 12. Aug 2011, 11:41

Hallo zusammen,

Gerd und Werner z.B. beschreiben das schon ganz richtig.
Carnaubawachs ist das härteste pflanzliche Wachs und hat einen relativ hohen Schmelzpunkt. Bienenwachs hingegen ist sehr weich und hat einen niedrigen Schmelzpunkt. Auf der Pfeife würde es schon alleine durch die Handtemperatur anschmelzen, mit der Folge, daß die Oberfläche sofort wieder matt ist. Daher wäre es vollkommen wiedersinnig, Carnaubawachs mit Bienenwachs zu mischen, weil dann genau die gewünschten Eigenschaften verloren gehen.
Der Carnaubafilm greift sich leider auch nach einer gewissen Zeit ab. Da hilft nur, die Politur zu erneuern. Am besten ist eine sehr weiche Scheibe geeignet oder eine Lammfellhaube. Das Wachs FEST an die laufende Scheibe drücken, bis die Scheibe gesättigt ist. Dann die Pfeife relativ fest an die Scheibe drücken, um das Wachs aufzutragen. Anschließend mit sehr wenig Druck die Wachsschicht an der Scheibe nachpolieren.

Gruß

Frank
frankpipes
 

Re: Carnauba Wachs

Beitragvon Heinrich » Fr 12. Aug 2011, 17:13

Hallo zusammen,

noch einmal vielen Dank für alle Meldungen. Ich sehe, ich werde wohl öfter mal wachsen müssen und das mit dem Aufschmelzen lasse ich wohl auch besser. Ich sehe auch leichten Abrieb am Carnabablock, aber absolut nichts in der Scheibe. Also, Fazit: Mehr üben.

@Gerd: Ich habe übrigens nur die Scheibe von DTM, das Wachs habe ich woanders aus dem Internet her. Vielleicht liegts ja daran (obwohl, erfahrungsgemäß ist es meistens der vor der Maschine :mrgreen: ). Bei der nächsten DanPipe Bestellung ist Carnauba von denen dabei.

@Jörg: Ich bin ab dem 05. September wieder da und melde mich dann. Vor dem 22. kriegen wir es dann schon hin.

Gruß

Heinrich
Heinrich
 

Re: Carnauba Wachs

Beitragvon U_Schaefer » Mi 5. Jun 2013, 15:41

Hallo Pfeifenraucher,

ich habe beste Ergebnisse mit der Scheibe:
"Flanell Hochglanz Polierscheibe bunt 150mm (für Bohrmaschine), Profi!"
von "Polierbock" aus der elektronischen Bucht.
Ich betreibe sie an der Standbohrmaschine bei 700 U/min.
Wichtig ist: Zuerst ein Feinsägeblatt im spitzen Winkel an der Scheibe anzuhalten,
also mit der Drehrichtung der Scheibe nur leicht schleifen lassen,
hierdurch wird die Scheibe aufgerauht und altes Wachs weggeschleudert, bzw. verflüssigt.
DIesen Vorgang unbedingt, bei gefühlt keinem Ergebnis, zwischen den Poliergängen wiederholen und die Scheibe
funktioniert wieder tadellos, d.h. wird wieder wärmer als zuvor.
Wegspleissende Fasern, die sich im Pfeifenkopf verheddern und diesen wegreissen könnten,
vor dem Arbeitsgang von der Scheibe mit einer Schere entfernen.

Aufgrund der geringen Drehzahl gelingt es, den Wachsklumpen und den Pfeifenkopf an die Scheibe zu halten.
Dieses ist nur am Anfang nötig. Danach die Poiltur wie gewohnt nur mit dem Pfeifenkopf an der Schleifscheibe fortsetzen, da Übersättigung mit Wachs zu Aushärtung desselben und Kratzern am Pfeifenkopf führen kann.

Es wird deutlich Wärme in den Fingern spürbar und der Wachsduft ist vernehmbar.

Nach der Politur die Pfeife entstauben und einen Tag ruhen lassen.
Politur am Folgetag wiederholen.

M.E. Perfekt.

Gutes gelingen.

Uli
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Re: Carnauba Wachs

Beitragvon Pfeife und Tee » Di 19. Jun 2018, 14:10

Servus,

ich muss diesen alten Thread mal wieder etwas beleben, denn
Kelvin hat geschrieben: Ich habe übrigens diverse Carnauba-Wachse (selbst aus Amerika) ausprobiert und bin bei danpipe hängengeblieben. Das ist das Härteste was ich bisher kennengelernt habe. Pechschwarz und riecht beim Abbrieb nach Lakritz.

das war mal, dass das Carnauba von Danpipe pechschwarz war, das aktuelle ist nicht einmal dunkelbraun.

Hat jemand eine Quelle aus der man noch pechschwarzes Caranubawachs beziehen kann?
Beste Grüße, Heinz

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Re: Carnauba Wachs

Beitragvon Rainer » Di 19. Jun 2018, 22:02

Hi Heinz,

ich kann jetzt nicht so ganz verstehen warum du diese Leiche aus dem Keller holst ? :o
Bist du auf dem Poliertrip ? :mrgreen:
Und dieser auch noch mit Nostalgieeffekten ? :lol:

Nun... wenn es deiner ungestörten Nachtruhe zuträglich ist... ;)
Hat jemand eine Quelle aus der man noch pechschwarzes Caranubawachs beziehen kann?

Ja ! :twisted:

Carnauba... Black and White, Unite Unite.jpg
Carnauba... Black and White, Unite Unite.jpg (66.31 KiB) 3890-mal betrachtet

Links im Bild ein gutes altes Stückel von Danpipe, fast so schwarz wie seiner Lordschaft's Füße... 8-) ...rechts daneben was Selbstgeschmolzenes vom Bösner... wirkt dagegen zwar fast leichenblass... ist aber mindestens(!!!) genauso gut ! :)
... aber früher war wohl alles besser ? Oder ? :mrgreen:

Nun, wir finden's raus !
Gegen eine Dose guten(!!!) Tabak schick ich dir das Relikt aus der dunklen Seite der Macht (allerdings ohne Fußgeruch oder gar Lakritze...), so glücklich damit werden du möchtest.
Grob geschätzt dürfte das für etwa achthundertdreiundsiebzig Pfeifen reichen... geeignetes Polierequipment vorausgesetzt... :P

Your turn,
Rainer
PS: Bruyereholz von Danpipe kann nach Vanille riechen, und somit vermutlich auch Carnauba auch nach Lakritze... das liegt dort am "Flavour of the Day"... :P
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Re: Carnauba Wachs

Beitragvon Pfeife und Tee » Mi 20. Jun 2018, 07:30

Guten Morgen Rainer,

warum ich diesen Thread aus dem Keller hole? -> er interessiert mich.
Danke übrigens für Dein Angebot, ich suche allerdings eine Quelle, keine Reste:-)

> ... aber früher war wohl alles besser ? Oder ?
Nicht alles aber vieles, die Politik, die Fleischqualität und eben auch das Carnaubawachs . . .
Beste Grüße, Heinz

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Re: Carnauba Wachs

Beitragvon Rainer » Mi 20. Jun 2018, 21:45

Hi Heinz,

ich suche allerdings eine Quelle, keine Reste:-)

Ich verstehe immer noch nicht, warum du diesem Ungereinigten und Ungebleichten Zeugs nachjagen willst... :roll:
Egal auch... :P
Apropos "Reste"... das Aufmöbeln von mindestens zwölftausendachthundertdreiundsiebzig Pfeifen hast du dir hiermit kräftig verscherzt ! :twisted:

Aber, wo ein Wille ist, ist immer auch ein Weg:
Erstens: Eine Urlaubsreise nach Indien könnte helfen... :shock: 8-)
Zweitens: Ruf mal bei der Firma Kremer Pigmente in Aichstetten an... ...vielleicht wirst du da geholfen ? ;)

Sweet dreams,
Rainer
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Re: Carnauba Wachs

Beitragvon Pfeife und Tee » Do 21. Jun 2018, 07:23

Servus Rainer,

Rainer hat geschrieben:Ich verstehe immer noch nicht, warum du diesem Ungereinigten und Ungebleichten Zeugs nachjagen willst... :roll:


Mein "schwarzes Carnauba" stammt noch von Danpipe a.D. 1795, ist schon asbach uralt. Fast zeitgleich überlies mir Cornelius eine Hand voll heller Carnaubaflocken. Nach der Politur etlicher Pfeifen finde ich, dass das "Schwarze" einen schöneren Glanz als das helle hervor bringt. Kevin war damals auch von dem Schwarzen begeistert. Er mußte da auch seinen Grund dafür gehabt haben.

Rainer hat geschrieben:Zweitens: Ruf mal bei der Firma Kremer Pigmente in Aichstetten an... ...vielleicht wirst du da geholfen ? ;)


Herzlichen Dank.
Beste Grüße, Heinz

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