Beiträge von Preusse

    Hallo zusammen,

    heute mal im Keller aufgeräumt und diesen Schatz dabei gehoben:


    Was waren das noch für Zeiten, als es dafür noch eine Dose Made in the UK gab:



    Heute Abend wird eine schöne alte, dem Anlass entsprechende, Engländerin den Rahmen bilden:


    Gruß Jens

    Servus zusammen,

    Rainer , wie kommst Du denn darauf? ;) Mal ehrlich, die Tabak sind schon was besonderes, und abgesehen von den "Mängeln" in der Flakefertigung ist das handwerklich richtig ut. Da sind keine Strünke oder Bäume drin, der Schnitt der Mixtures ist gleichmäßig, nur bei den Flakes gibt es diese Schwankungen. Dazu kommt, dass die Scheibchen, so wie ich das bisher kannte, einfach irgendwie in die Dose gepatscht werden und fertig. Andererseits spielt das an sich überhaupt keine Rolle, denn ich kaufe Tabak nicht zum Anschauen, sondern zum Rauchen. Und wahre Connoisseur kauft eh im Bulk. Da bekommt man die Lappen in doppelter Länge zum selber schneiden.:lol:

    @Manni: da hast Du recht, da muss man schon ein bisschen Geduld haben. Aber ggf. muss man da einfach das obere Drittel ready rubbed auffüllen und nur im unteren Teil den Streifen ganz lassen?


    Viele Grüße

    Jens

    Hallo Gemeinde,

    aufgrund eines Zufalls fiel eine Dose in meine Hände, sodass ich euch mal wieder einen Tabak vorstellen möchte, der in das Beuteschema jeden Latakiafreundes fallen dürfte, der


    Samuel Gawith Balkan Flake


    Nachdem die Dose hinreichend widerwillig das Vakuum freigegeben hat und der Deckel weg war, stand ich erstmal in einem Schwall dunkler Virginiaaromen, eine schwarzbrotartige Süße stieg da aus der Dose. Sehr angenehm.

    Beim Näherkommen mit der Nase meldete dann der Latakia seine Anwesenheit an, aber es war nicht so heftig oder stark. Laut Hersteller sollen es ja 30 % sein, die da ihren Beitrag leisten, die Nase liess mich anderes vermuten. Sei es drum, wird sich noch zeigen.

    In der Dose lagen die Scheiben schön gleichmäßig und sogar ähnlich dick. Möglicherweise haben die in Kendal nach 200 Jahren die Maschinen ein bisschen nachgestellt, sodass die Unsitte mit den "Brotscheiben" sich vielleicht gegeben hat. Vielleicht war es auch nur ein Ausreisser nach oben.

    Zwischen den Fingern war der Tabak nicht so feucht, wie erwartet, auch das "ledrige", wie ich es von früher vom FVF her kenne, war nicht so intensiv.

    Der erste Eindruck war also schon mal sehr positiv.

    Bezüglich der Präliminarien soll es das nun auch schon gewesen sein, denn alles hilft nicht, wenn er nicht schmeckt.


    Also im Regal mal gestöbert, was da zum Einsatz kommen könnte, aufgrund der Erfahrung mit der Stärke mit SG-Flakes sollte es erstmal was kleineres sein. SG stuft den Tabak ja auch etwas stärker ein. Also wurde es eine Pfanne von

    rew




    Die erste Scheibe habe ich erstmal halbiert und geschaut wie das Eckige ins Runde paßt. Ein bisschen zerrupft, gerieben, gefaltet und dann irgendwie reingedrückt. Vorab bemerkt, das war nicht die beste Idee, ein bisschen Mühe schadet nicht, ein gleichmäßigerer Abbrand wäre des Aufwandes Lohn gewesen. Beim Zusammendrücken merkt man dem Tabak jetzt seine Feuchtigkeit deutlich an. Nur widerwillig läßt er sich im Zaum halten. Vorweg: es hat trotzdem geklappt.

    Nachdem das Pfännchen nur halb voll war, noch mal ein Viertel der Scheibe zerbröselt und drauf getan.

    Das Anzünden war erwartungsgemäß ein bisschen ein Gedulsspiel aber nach dem dritten Hölzchen war dann alles im Lot.

    Ist der Tabak dann auf Temperatur gekommen, kann man anfangen, zu genießen. Ein rauchig-weiches Aroma macht sich da breit. Der Latakia spielt seine Rolle sehr subtil, nicht aufdringlich, aber immer präsent. Der Tabak ist nur Virginia und Latakia, kein Orient, keine weiteren aromagebenden Zutaten. Das Fehlen des Orients merkt man deutlich, insbesondere wenn man den Squadron Leader gewöhnt ist. Es ist eben ein anderer Tabak.

    Unterschwellig hat der Tabak eine leicht pfeffrige Note, die kann man ein bisschen mit der Zugfrequenz regulieren. Wie bei allen Flakes muss man erst die Balance zwischen "Am Brennen halten" und "überhitzen" finden. So nach der ersten Hälfte fanden wir aber dann doch zusammen, weniger Pfeffer mehr Latakia. Eine wie beim Öffnen auftretende Süße des Virginias kann ich beim Rauchen nicht beschreiben. Ich würde dem Tabak jegliche Süße absprechen, trotzdem wirkt er im Mund weich und ausgewogen abgerundet.


    Die Raumnote ist nicht so latakiatypisch und pferdestallartig. Aber gut, Latakia ist dabei, das läßt sich nicht verhehlen.


    Fazit:

    Der Tabak ist gut, richtig gut. Die Stärke ist nicht so, wie erwartet, trotzdem sollte man etwas vorsichtig herangehen. Läßt man ihm Zeit und Ruhe, entwickelt er ein schönes rauchiges Aroma. Stopft man ihn sorgfältig, dankt er es mit einem gleichbleibendem Aroma und keinerlei Kondensat, sodass man ihn tatsächlich trocken runter rauchen kann. Ob er das Zeug zum Allday hat, wird sich im Laufe der Zeit herausstellen. Empfehlenswert, und sei es nur für zwischendurch, ist er allemal.


    Gruß Jens

    Hallo zusammen,

    ein gutes Schweißgerät sollte es schon sein, und dazu auch eine gute Folie. Diese dünnen Dinger taugen nichts. Das merkt man spätestens daran, wenn nach dem Einschweißen der Keller nach Tabak riecht.

    Ich verwende das kleineste von Caso, liegt so bei 60 Öre, bringt aber ein gutes Vakuum, was man je nach Vorliebe lose oder kräftig hinbekommt und die Tüter sind lebensmittelecht und auch sehr stabil. Dazu muss man auch nicht die Original-Caso Tüten nehmen, es gibt von "Profissimo" als dm-Eigenmarke eine gute Alternative.

    Ich mache es üblicherweise so, dass ich den Kilo-Bulk in 4 x 250 gr aufteile und mit sehr wenig Vakuum einschweiße und dann jeweils nach Bedarf in den Topf umfülle. Die Originalbeutel von Caso kann man problemlos wiederverwenden und das mehrfach. Man muss also nicht am Beutel sparen und das Gerät ist für die Küche zum Einfrieren und sensationell gut. Die Beutel sind sogar für die Sous-Vide-Küche geeignet.


    Gruß Jens

    Servus zusammen,

    also, nun, die Badehose kann nichts dafür, wenn der Bauer nicht schwimmen kann.

    Gestern hat's geklappt. Ich habe die Pfann zwischendrin nochmal "nachbehandelt" d.h. die Pfann mit Öl nochmal richtig hoch erhitzt, bis wirklich alles, wirklich alles verraucht war.

    Dann habe ich gestern einfach mal eine tiefere Temepratur gewählt, aber das Ausrücken und Wässern habe ich gelassen, dazu war ich zu faul.

    Na wie dem auch sei, es hat einwandfrei funktioniert, Knusprige Brutzelrösti und die Pfanne danach sauber.


    Gruß Jens

    Guten Morgen allerseits,
    ich halte es so, dass sich während des Rauches die Ecke eines Tempos mit der Zungenspitze befeuchte, und den Rand abwische. Präventiv einwandfrei.
    Wenn es zu spät ist, dann kann man das auch mit ein bisschen mehr "befeuchten" machen und reinigen. Dabei das Tuch richtig nass machen (ale mehr als nur mit der Zungenspitze) dann drauftupfen und ein bisschen warten.
    So oft wiederholen, bis das Holz wieder da ist. Zwischendrin aber ordentlich schämen, dass man es soweit hat kommen lassen ;)


    Gruß Jens


    P.S.: es ginge auch mit Nivea, aber das finde ich nicht so effektiv.

    Servus Albert,

    Zitat von Albert

    ..... Hoffentlich landet nicht alles im Mülleimer...Gruß Albert


    wieso sollte es das? Dem Tabak kann ja nichts passieren und schlimmstenfalls hält das nicht zusammen und dann zerbröselt es halt. So what.
    Dazu eine kleine Geschichte:
    Squadron Leader Crumble Cake.
    Ich habe einen guten Freund, der eine Vakuumiermaschine hat. Eine professionelle. Für dauerhaltbare Lebensmittel.
    Nachdem ich ein Kilo von o.g. edlen Kraut bekommen habe, lag ja nichts näher, also diesen portionsweise zu je 250gr. zu vakuumieren.
    Also hin zu ihm, vier Tüten gefüllt und ab in die Maschine. Soweit so gut, nur das ich keine Ahnung hatte, was das Ding für ein Vakuum zieht, vor allem in der VR-Einstellung, also Volles Rohr.
    Das Ende vom Lied waren vier kleine knallharte Päckchen Tabak, richtig gepresst.
    Die nahmen im Keller wenigstens nicht viel Platz weg und da lagen sie nun. Dem Tabak hat es nicht geschadet, nur das Umpacken gestaltete sich in der Folge etwas schwierig, das Zeug war echt ein harter Klumpen, von dem man nur Brocken abbrechen konnte. Ein richtiger Crumle Cake eben.


    Gruß Jens

    Servus Gemeinde,
    der ist ja mal richtig verärgert, der gute. Verständlich. Die Argumentation der Richter erinnert schon tatsächlich an eine richtiggehende Hexenjagd. Warum soll ein Aroma, das den Tabakgeschmack überdeckt, den Konsum fördern? Ich weiß nicht, was perverser ist: diese Meinung zu vertreten, oder den Konsumenten für so dämlich zu halten, dass er das glaubt. Die leben echt auf ihrem eigenen Stern und theoretisieren vor sich hin.
    Wäre man jetzt ganz böse (so richtig fies böse!!), liesse sich die Frage in den Raum stellen, ob einer der mit Sicherheit kein schlechter Jurist sein dürfte, noch andere Beweggründe hat, um zu solch einem weltfremden, nachgerde dummen, Urteil zu kommen. Aber eben nur wenn man böse wäre. Sehr böse :shock:;)
    Sei es drum. Allerdings spricht der Artikel nur von Zigaretten und Tabak zum selber drehen. Von Pfeifentabak war da nicht die Rede. Ist das wirklich so oder liegt hier ein journalistischer Fehler durch Unterlassen vor?


    Gruß Jens

    Servus Michael,
    keinen Grund zum Aschen, und schon gar nicht aufs Haupt..... :mrgreen:
    Eher Fifty Shades of Smoking ;)


    Gruß Jens

    Servus Rainer,
    oha, Du hast den Tabak also versucht? Wie ist er denn?
    Ist zwar ein etwas bizarre Sache mit dem Tabak für einen Politiker, der sich nicht mal mit Pfeife ablichten ließ, aber ok,, warum nicht. Wenns dem Umsatz hilft, so bleibt man wenigstens im Gespräch ;)
    Vielleicht gibt's dann irgendwann auch Muttis Cake, oder die Franz-Josef-Mixture No 1 - n? :roll:


    Gruß Jens

    Hallo zusammen,
    euch fehlt eindeutig der pipologische Zugang :lol::lol:
    Achtung, jetzt wird es etwas bissig und wir begeben uns in ein andres Leben:


    weiße Asche zu produzieren, stellt dem geneigten Raucher ein treffliches Zeugnis aus, dass er, und nur er, es versteht, eine Pfeife so durchzurauchen, dass sie kein Kondensat bildet, es sich um einen ausgesucht perfekten Tabak handelt (nota bene: nur ausgesucht oder nur perfekt reicht nicht!), also vorwiegend Importware, über deren Preise man nie sprechen würde, aus längst vergessenen überseeischen Lagern, dazu das Wissen und die Klasse, so zu rauchen, dass keine unverbrannten Aschereste zurück bleiben. Je öfter man das gebetsmühlenartig wiederholt, umso größer die Schar, die ehrfürchtig aufblickt und in stiller Bewunderung verharrt. Das wiederum schmeichelt dem Pfau und er ist glücklich ;)


    So, Ironiemodus wieder aus..... :mrgreen:


    Gruß Jens