Beiträge von Preusse

    Servus hans,

    Zungenbiß ist normal, wenngleich jeder ein bisschen anders darauf reagiert. Es gibt viele Möglichkeiten, woran das liegen kann. Ausreichende Gewöhnung ist eine davon. Je nachdem, wie viel Du rauchst,verschwindet das mit der Zeit.



    Ich habe vor ca. einem halben Jahre viele Stopfmethoden im Wechsel aufprobiert und bin da wohl irgendwie unbewusst hektisch beim Rauchen geworden

    Genau da dürfte Dein Problem liegen.

    Zuviel auf einmal. Bei "Stopfmethoden" bekomme ich eh immer Ausschlag. Welche viele soll es denn da geben?

    Mach es einfach so, wie der alte Hochrain das geschrieben hat.

    Unten wie ein Kind, in der mItte wie eine Frau oben wie ein Mann. Der Zug sollte so, wie Strohhalm beim Getränk sein, und dann musst Du lernen, langsam und ruhig zu rauchen. Dann wird das was. Am Anfang lieber zu locker stopfen, nachstopfen geht immer. Wenn Du im oberen Bereich zu stark stopfst, dann musst beim Anzünden zeihen, wie ein Ochse, und dann entsteht Kondensat und das brennt auf der Zunge.


    Gruß Jens

    Servus Phil,

    ich denke, da gibt es einen Unterschied.

    Den Humidor machst Du immer wieder mal auf, beim Schnappdeckelglas zum Tabaklagern ist das nicht der Fall. Stephan brachte den ja für die dauerhafte Lagerung ins Spiel. Wenn das Behältnis zu ist, ist es zu. Dann kann maximal noch der Feuchtigkeitsaustausch zwischen Tabak und der Luft im Glas stattfinden, aber mehr auch nicht. Und normalerweise macht man ein Glas zum Einlagern auch richtig voll, das entspricht beim Einschweißen dem Teilvakuumieren.

    Also ich sehe keine Notwendigkeit, Pfeifentabak zum Einlagern noch zusätzlich zu befeuchten.


    Gruß

    ......

    Man könnte dann mit einem Schnappdeckelglas und einem Boveda Befeuchter arbeiten. Man spart sich dann die Vakuumiererei.

    Gruß

    Stephan

    Servus Stephan,

    das wäre ja doppelt-gemoppelt.

    Das Schnappdeckelglas ist ja dicht, da braucht es keine Bovedas. Die könnte ich mir ehern für Tabaktöpfe für den täglichen Gebracuh ganz gut voerstellen. je nachdem, wie viel man da drin hat und wie langa man dran raucht, könnte gegen Ende das Problem des trockenen Tabaks entstehen.


    Gruß Jens

    Guten Morgen zusammen, und servus Mats,

    bei den Feld- Wald- und Wiesenvakuumierern bekommt man zwar für den Moment eine gute Schweißnaht hin, das reicht aber auch gerade so, dass es hält, bis das Zeug durchgefroren ist und dann passiert eh nichts mehr und es ist egal, wenn die Folie und/oder die Naht durchlässig wird.

    Ich habe wie Dirk seit zwei Jahren den Caso 10 und das ist wirklich was völlig anderes. Die Folien sind deutlich kräftiger, die Naht viel breiter und viel stabiler. Die Folie bekommst Du ohne Hilfmittel wie Schrere oder Messer nicht kaputt, dazu ist sie Sous-Vide bis 90 Grad geeignet. also tatsächlich belastbar und widerstandsfähig. Ausserdem kannst Du die Folien, wenn Du möchtest, nach Bedarf selber zuschneiden. Dazu kannst Du auch den Grad des Vakuums selbst bestimmen. Also alles in allem die beste Wahl.

    Solltest Du tatsächlich daran denken, öfters Tabak so zu lagern, dann wird der Caso Dein Freund.


    Gruß Jens


    P.S.: man kann im Übrigen dann den Caso auch dafür nutzen, wofür er gedacht ist: zum Lebensmittel einfrieren, und dazu ist er perfekt.

    Servus Mats,

    der MM 965 war in grauer Vorzeit mal einer meiner Favoriten, aber was man jetzt so liest.....:shock:

    So, wie sich das anhört, ist die Linie ja ganz allgemein nur eine Anlehnung und Adaption an die ehemligen Dunhill-Tabake. Ich wage die Behauptung, dass man da auch ein bisschen gewinnorientiert gedacht hat und in dieser Richtung an der Komposition gedreht hat...

    Gruß Jens

    Moin Manni,

    ob die Abstellhilfe bei der ersten so geplant war:/;)

    Die zweite der beiden wäre tatsächlich auch genau mein Beuteschema, die Applikation gefällt mir ausgezeichnet gut.


    Gruß Jens

    Servus zusammen,

    der Tabek mundet ganz ausgezeichnet. er ist immer noch perfekt konditioniert, sehr schön nachgedunkelt.

    Und jetzt kommt sicherlich die Frage, ob er besser oder schlechter schmeckt.

    Aus der Erinnerung heraus würde ich sagen, dass er etwas weicher schmeckt und etwas würziger ist, aber die Erinnerung spielt einem so gern einen Streich, zumal ich den das letzte Mal vor über 10 Jahren geraucht haben dürfte.


    Gruß Jens

    Hallo zusammen,

    heute mal im Keller aufgeräumt und diesen Schatz dabei gehoben:


    Was waren das noch für Zeiten, als es dafür noch eine Dose Made in the UK gab:



    Heute Abend wird eine schöne alte, dem Anlass entsprechende, Engländerin den Rahmen bilden:


    Gruß Jens

    Servus zusammen,

    Rainer , wie kommst Du denn darauf? ;) Mal ehrlich, die Tabak sind schon was besonderes, und abgesehen von den "Mängeln" in der Flakefertigung ist das handwerklich richtig ut. Da sind keine Strünke oder Bäume drin, der Schnitt der Mixtures ist gleichmäßig, nur bei den Flakes gibt es diese Schwankungen. Dazu kommt, dass die Scheibchen, so wie ich das bisher kannte, einfach irgendwie in die Dose gepatscht werden und fertig. Andererseits spielt das an sich überhaupt keine Rolle, denn ich kaufe Tabak nicht zum Anschauen, sondern zum Rauchen. Und wahre Connoisseur kauft eh im Bulk. Da bekommt man die Lappen in doppelter Länge zum selber schneiden.:lol:

    @Manni: da hast Du recht, da muss man schon ein bisschen Geduld haben. Aber ggf. muss man da einfach das obere Drittel ready rubbed auffüllen und nur im unteren Teil den Streifen ganz lassen?


    Viele Grüße

    Jens

    Hallo Gemeinde,

    aufgrund eines Zufalls fiel eine Dose in meine Hände, sodass ich euch mal wieder einen Tabak vorstellen möchte, der in das Beuteschema jeden Latakiafreundes fallen dürfte, der


    Samuel Gawith Balkan Flake


    Nachdem die Dose hinreichend widerwillig das Vakuum freigegeben hat und der Deckel weg war, stand ich erstmal in einem Schwall dunkler Virginiaaromen, eine schwarzbrotartige Süße stieg da aus der Dose. Sehr angenehm.

    Beim Näherkommen mit der Nase meldete dann der Latakia seine Anwesenheit an, aber es war nicht so heftig oder stark. Laut Hersteller sollen es ja 30 % sein, die da ihren Beitrag leisten, die Nase liess mich anderes vermuten. Sei es drum, wird sich noch zeigen.

    In der Dose lagen die Scheiben schön gleichmäßig und sogar ähnlich dick. Möglicherweise haben die in Kendal nach 200 Jahren die Maschinen ein bisschen nachgestellt, sodass die Unsitte mit den "Brotscheiben" sich vielleicht gegeben hat. Vielleicht war es auch nur ein Ausreisser nach oben.

    Zwischen den Fingern war der Tabak nicht so feucht, wie erwartet, auch das "ledrige", wie ich es von früher vom FVF her kenne, war nicht so intensiv.

    Der erste Eindruck war also schon mal sehr positiv.

    Bezüglich der Präliminarien soll es das nun auch schon gewesen sein, denn alles hilft nicht, wenn er nicht schmeckt.


    Also im Regal mal gestöbert, was da zum Einsatz kommen könnte, aufgrund der Erfahrung mit der Stärke mit SG-Flakes sollte es erstmal was kleineres sein. SG stuft den Tabak ja auch etwas stärker ein. Also wurde es eine Pfanne von

    rew




    Die erste Scheibe habe ich erstmal halbiert und geschaut wie das Eckige ins Runde paßt. Ein bisschen zerrupft, gerieben, gefaltet und dann irgendwie reingedrückt. Vorab bemerkt, das war nicht die beste Idee, ein bisschen Mühe schadet nicht, ein gleichmäßigerer Abbrand wäre des Aufwandes Lohn gewesen. Beim Zusammendrücken merkt man dem Tabak jetzt seine Feuchtigkeit deutlich an. Nur widerwillig läßt er sich im Zaum halten. Vorweg: es hat trotzdem geklappt.

    Nachdem das Pfännchen nur halb voll war, noch mal ein Viertel der Scheibe zerbröselt und drauf getan.

    Das Anzünden war erwartungsgemäß ein bisschen ein Gedulsspiel aber nach dem dritten Hölzchen war dann alles im Lot.

    Ist der Tabak dann auf Temperatur gekommen, kann man anfangen, zu genießen. Ein rauchig-weiches Aroma macht sich da breit. Der Latakia spielt seine Rolle sehr subtil, nicht aufdringlich, aber immer präsent. Der Tabak ist nur Virginia und Latakia, kein Orient, keine weiteren aromagebenden Zutaten. Das Fehlen des Orients merkt man deutlich, insbesondere wenn man den Squadron Leader gewöhnt ist. Es ist eben ein anderer Tabak.

    Unterschwellig hat der Tabak eine leicht pfeffrige Note, die kann man ein bisschen mit der Zugfrequenz regulieren. Wie bei allen Flakes muss man erst die Balance zwischen "Am Brennen halten" und "überhitzen" finden. So nach der ersten Hälfte fanden wir aber dann doch zusammen, weniger Pfeffer mehr Latakia. Eine wie beim Öffnen auftretende Süße des Virginias kann ich beim Rauchen nicht beschreiben. Ich würde dem Tabak jegliche Süße absprechen, trotzdem wirkt er im Mund weich und ausgewogen abgerundet.


    Die Raumnote ist nicht so latakiatypisch und pferdestallartig. Aber gut, Latakia ist dabei, das läßt sich nicht verhehlen.


    Fazit:

    Der Tabak ist gut, richtig gut. Die Stärke ist nicht so, wie erwartet, trotzdem sollte man etwas vorsichtig herangehen. Läßt man ihm Zeit und Ruhe, entwickelt er ein schönes rauchiges Aroma. Stopft man ihn sorgfältig, dankt er es mit einem gleichbleibendem Aroma und keinerlei Kondensat, sodass man ihn tatsächlich trocken runter rauchen kann. Ob er das Zeug zum Allday hat, wird sich im Laufe der Zeit herausstellen. Empfehlenswert, und sei es nur für zwischendurch, ist er allemal.


    Gruß Jens

    Hallo zusammen,

    ein gutes Schweißgerät sollte es schon sein, und dazu auch eine gute Folie. Diese dünnen Dinger taugen nichts. Das merkt man spätestens daran, wenn nach dem Einschweißen der Keller nach Tabak riecht.

    Ich verwende das kleineste von Caso, liegt so bei 60 Öre, bringt aber ein gutes Vakuum, was man je nach Vorliebe lose oder kräftig hinbekommt und die Tüter sind lebensmittelecht und auch sehr stabil. Dazu muss man auch nicht die Original-Caso Tüten nehmen, es gibt von "Profissimo" als dm-Eigenmarke eine gute Alternative.

    Ich mache es üblicherweise so, dass ich den Kilo-Bulk in 4 x 250 gr aufteile und mit sehr wenig Vakuum einschweiße und dann jeweils nach Bedarf in den Topf umfülle. Die Originalbeutel von Caso kann man problemlos wiederverwenden und das mehrfach. Man muss also nicht am Beutel sparen und das Gerät ist für die Küche zum Einfrieren und sensationell gut. Die Beutel sind sogar für die Sous-Vide-Küche geeignet.


    Gruß Jens