Was haltet ihr von Einsteiger Sets?

  • Lieber Sebastian, ich vertrete die Meinung, dass es nicht möglich ist eine "gute" Pfeife für 30 Euro herzustellen. Es ist wie beim Wein... ewirtschaftlich, arbeitsaufwand-mässig und rechnerisch ist es har nicht möglich einen guten Wein für 6 Euro zu vinifizieren. Was nicht heissen mag, dass ich Dir den Genuss Deiner Passatore oder Jean Claude nicht gönnen mag (von letzteren habe ich ebenfalls 1 Pfeife, sie raucht sich, hat aber schon krasse Mängel). Ein Dacia fährt sich auch hervorragend. Nach 5 Jahren ist dessen Wertigkeit aber irgendwo bei -0 angekommen. Nein, nein, ich bin kein Luxusheini, trage keine teure Uhr sondern gar keine, oder laufe nur mit Lacoste-Poloshirts durch die Umwelt. Aber so ein wenig, denke ich bei Produkten an die Machbarkeit und da fällt eben auch auf, dass ein Lidl-Olivenöl für 1.99 schlicht Unfug ist.

    ------------------
    Gruss, Phil - Sounds mean nothing without music (Jerry Goldsmith, film composer)

  • Lieber Phil,


    Irgendwie kann ich deiner Augmentation nicht folgen. Abgesehen davon das du Wein und Öl, als Konsumgüter allenfalls mit der Herstellung von Tabak vergleichen könntest, hinkt der Vergleich mit dem Dacia gewaltig. Selbst wenn ich für ihn nach fünf Jahren nichts mehr bekomme und vielleicht für einen 30 000€ noch 8000€ einheimse, hab ich ungleich mehr Geld für meinen Luxus ausgegeben.


    Eine Pfeife ist nichts mehr als ein Gebrauchsgegenstand, ein Stückchen Holz, weit weniger als 100g mit einem Mundstück aus Plastik oder Gummi, Punkt!

    Deine "sich rauchende" Jean Claude erfüllt also in Hinblick ihrer Funktion als Rauchgerät alle erforderlichen Punkte und reicht für den Vorgang der Tabakverbrennung offensichtlich völlig aus.

    Alles was danach kommt, wie z.B. das Erkennen der Schönheit reinen Holzes, die Vorteile eines sauber Ausgearbeitetem Mundstück, oder das Fehlen irgendwelcher Spaltmaße, ist dann der Luxus den wir bereit sind zu bezahlen, hat aber absolut nichts mit der eigentlichen Rauchbarkeit zu tun.

    Oder um es mit Reiner Barbis Worten auszudrücken: "Einen Schmecker gibt es schon für 12,50!" (nagel mich nicht auf die Zahl fest, genau kann ich mich nicht mehr daran erinnern).


    Meine allererste Pfeife hat 32,50 DM gekostet und war ein Wühltisch-Impulskauf und hat mich so unendlich neugierig auf das Thema Pfeife gemacht, daß ich mich mit 19 Jahren endlich in ein gutes Tabakgeschäft getraut habe um mir dort meine erste "richtige" Pfeife zu gönnen (und diese Allererste raucht sich auch heute, nach mehr als dreißig Jahren hervorragend, trotz fehlender Maserung, Massen-Acrylmundstück und Kittstellen)


    Zwei Pfennig von mir

    -Frank-

    ... ein Narr wer Boeses dabei denkt... a024.gif

  • Ein Dacia fährt sich auch hervorragend. Nach 5 Jahren ist dessen Wertigkeit aber irgendwo bei -0 angekommen

    Hihi, bei den meisten Autos ist der Preis eines Dacias schon weg,

    wenn der Neuwagen vom Autohausgelände fährt :D


    Gruß


    Thorsten

    "Every morning I wake up thinking, 'Good, another 24 hours of smoking'"

    - J.R.R. Tolkien - 1966 -

  • Lieber Frank,


    Das macht nichts, Du musst meine Argumentation nicht unbedingt folgen.

    Man kann einen Wert auch andersweitig schätzen - oder eben nicht. Von daher ist ein guter Wein auch bestens mit einer, na sagen wir mal, guten Pfeife vergleichbar. Es steht etwas dahinter. Ich sehe und sah meine Pfeifen nie als "Gebrauchsgegenstand", auch wenn ich alles andere als ein Vermögen dafür ausgebe. Das ist scheinbar Ansichtssache, Herr Barbi möge in Frieden Ruhen. Nein, meine sich zu rauchende Jean Claude erfüllt den Zweck eben nicht. Insofern hat sich deren Anschaffung also total gelohnt, weil sie ja eben billig war und den Zweck 1.5x erfüllte.


    Aber jeder soll und darf glücklich werden mit dem was er macht und wie er es tut. Es wurde gefragt und es wurde geantwortet.


    Zitat

    Hihi, bei den meisten Autos ist der Preis eines Dacias schon weg,

    wenn der Neuwagen vom Autohausgelände fährt :D

    Aber meiner Argumentation ist nicht zu folgen :batman_shocked:

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    Gruss, Phil - Sounds mean nothing without music (Jerry Goldsmith, film composer)

  • Hallo Phil,

    Ich sehe und sah meine Pfeifen nie als "Gebrauchsgegenstand"

    nun, zumindest in diesem Punkt stimme ich mit dir überein, andernfalls würden hier wohl kaum mehrere 100 davon in der Wohnung verteilt sein.

    Dass ändert aber überhaupt nichts daran das sie Werkzeuge zum Zwecke des Verglimmens von Tabak sind und als solche benutzt (gebraucht) werden.


    Dafür ist nicht viel mehr nötig, als in das Holz drei Löcher zu bohren, Brennraum, Rauchkanal, Holmbohrung - fertig. Das passiert in aller Regel maschinell und klappt auch bei Passatore und Jean Claudes wunderbar. Warum in aller Welt sollte man nicht aus so einer Pfeife rauchen können und auch noch Spaß dabei haben? Sicher anstatt die Schönheit des Holzes zu bewundern, zählt man eben die Kittstellen, man freut sich nicht über die unfühlbare Verschachtelung, sondern schaut ob man einen Fingernagel in das Spaltmaß stecken kann, aber all das beeinträchtigt nicht das Rauchverhalten.


    Ich habe mir übrigens, vor drei oder vier Jahren erst, eine Passatore gekauft, gerade weil ich ihre "Nichtmaserung" so charmant fand und was soll ich sagen? Sie raucht sich prima und wir haben Spaß zusammen ;-)


    Grüße

    -Frank-

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  • Hallo Phil, hallo Frank,


    ich habe mit meinen Pfeifen ebenso wie Frank die Erfahrung gemacht, dass sie Passatore und Sean Claude gut rauchen lassen. Natürlich haben sie die ein oder andere Kittstelle, aber das hat eine Vauen, oder eine Savinelli unter Umständen auch. Auch ist meist die Verschachtelung von Holm und Mundstück fehlerhaft ausgearbeitet, aber das stört beim rauchen marginal.


    Eine Sean Claude von mir hat eine ziemliche Fehlbohrung im Holm. Dadurch wird sie tatsächlich etwas aufwändiger in der Reinigung, jedoch rauchen lässt auch sie sich optimal. Und auch Blindbohrungen findest du noch bei höherpreisigen Pfeifen, ich gehe jetzt mal von sonst wirklich gut gemachten Serienpfeifen im Wert zwischen hundert und hundertfünfzig Euro, auch solche Pfeifen können noch Fehler im Holm bzw im RAuchkanal aufweisen. Dies ist bei weiten nicht nur eine Krankheit niedriger datierter Pfeifen.


    Das einzige an wirklich grobem Fehler, was ich bei niedrigerem Preis bisher erlebt habe, ist das ein Rauchkanal im Mundstück so eng war, dass kein Pfeifenreiniger mehr hindurch passte. So etwas ist schon ein arger Fehler. Ich habe dann besagte Pfeife bei Dan Pipe aufbohren lassen und jetzt gehts. Diese Pfeife war eine No Name. Jetzt, nach der Behandlung lässt sie sich gut rauchen und auch problemlos reinigen. Aber selbst dieser Fehler kann dir noch bei Serienpfeifen renomierter Hersteller passieren. Ich habe einige Pfeifen, da geht der Reiniger nur schwerer durchs Mundstück - aber es geht. Er passt gerade noch so durch. Unter anderem eine Pfeife von Vauen. Also auch hier nicht nur Noname oder Low Pudget Problem.


    Aus all den Fehlern lernt man, ich, natürlich auch. Wenn ich heute vor Ort eine Pfeife begutachte, die ich evt. kaufen will, habe ich immer Reiniger und Filter dabei, da ich testen will, wie gängig der Reiniger ist und wie der Filter passt. Und ich teste jede Pfeife. Egal ob sie fünfzig oder hundertfünfzig Euro kostet.


    Um so größer ist natürlich die Empörung, wenn man solch gravierende Fehler bei einer Hundertfünfzig Euro Pfeife findet. Aber auch da habe ich ein Beispiel.

    Ich besitze eine Pfeife in an sich guter Qualität, da sitzt der Filter nicht richtig. Er sitz recht locker und klackert etwas hin und her. Nun macht dies dem Rauchen jedoch auch nicht besonders viel aus. Interessant ist nur aus welchem Hause die Pfeife ist:


    Es ist eine weißpunktierte Vauen, die damals knapp hundertfünfzig Euro gekostet hat. Also ausgerechnet von der Firma, die sich ja mit ihren hauseigenen passenden Filtern Dr. Pearl brüsten. Ausgerechnet da sitzt der Filter nicht exakt. Nochmals bei einer Weißpunkt Pfeife, hätte ich das eigentlich nicht erwartet.


    All die Fehler, die ich nun an meinen Passatore oder Sean Claude Pfeifen so finde, finde ich auch bei deutlich höher datierten Pfeifen aus Haus mit Renomee. Damit verglichen, sehe ich die Qualität dieser Low Budget Pfeifen als gar nicht mehr so mangelhaft. Sie sind billiger, sie sind sicher nicht so gut verarbeitet wie die meisten teureren Pfeifen, aber sie lassen sich durchaus rauchen und die gleichen Fehler findest du tatsächlich auch bei höherpreisigen Pfeifen.


    Wenn ich all das zusammen nehme, kann ich mit einer rauchbaren Passatore für dreißg bis vierzig Euro wirklich zufrieden sein. Du musst eben wissen, worauf es ankommt, bevor du dir eine Noname oder Low Budget Pfeife kaufst, aber das habe ich ja bereits in einem Post weiter oben geschrieben.


    Wenn ich das alles so betrachte bleibt mir nur der Schluss, dass diese Pfeifen tatsächlich nicht viel schlechter sind als andere Pfeifen und der Mehrwert höher datierter Pfeifen vielmehr vom ästhetischen Wert ausgeht, etwa wie schöne Kitt freie Maßerung, und dem Renomee.


    Ich will hier keine Handgemachte Superpfeife herabsetzen, das auf keinen Fall. Aber ich möchte einmal beschreiben welche Erfahrungen ich mit "billigen" Pfeifen im vergleich dazu mit " teureren" Pfeifen gemacht habe. Und du findest wirklich in jedem Preissequemnt gute sowie schlechte Pfeifen.


    Rein von der praktisch-technischen Seite her. Wenn wir uns hier über evt Kittstellen oder schöne Vogelaugen Maserung unterhalten, sieht es natürlich ganz anders aus. Hier, lieber Phil, muss ich dir tatsächlich Recht geben. Da findest du bei der Preislage ich sag mal achtzig Euro abwärts selten ein gutes Stück.


    Grüße,

    Sebastian

  • Hallo nochmals,


    P.S. einen Fehler, der gravierend war an einer Aldo Morelli habe ich unterschlagen. Dabei handelte es sich um ein viel zu enge Filterkammer. Auch Diesen Mängel habe ich von Dan Pipe beseitigen lassen. So jetzt stimmts aber.


    Grüße nochmals

  • Hallo nochmals,


    P.S. einen Fehler, der gravierend war an einer Aldo Morelli habe ich unterschlagen. Dabei handelte es sich um ein viel zu enge Filterkammer. Auch Diesen Mängel habe ich von Dan Pipe beseitigen lassen. So jetzt stimmts aber.


    Grüße nochmals

    Vielleicht war die für die dünneren Papierfilter gefehlbohrt?

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    Gruss, Phil - Sounds mean nothing without music (Jerry Goldsmith, film composer)

  • Hallo Phil,


    das schöne an der Aldo Morelli war, unbenutzt hast du den Filter noch hinein bekommen. Nach dem Rauchvorgang aber ohne Manipulation nicht mehr heraus. Mir ist mehrmals beim Versuch den benutzten Filter heraus zu nehmen einfach der Filter abgerissen und die Filterkappe steckte fest.


    Ich habe dann jedesmal das Mundstück erwärmt und habe in wirklich fitzeliger Arbeit die Filterkappe mit Pfeifenreinigern heraus gestoßen. Irgendwann wurde mir das dann zu blöd, zu mal sich ja ein Mundstück, welches immer wieder erwärmt wird auch verzieht. Dadurch verschärft sich ja das Problem dann sogar noch mit der Zeit. Also ab zu Dan Pipe.


    Liebe Grüße,

    Sebastian

  • ...und hier der ultimative Beitrag, wie man einer billigen Wühlkorb/Einsteigerset-Pfeife mittels einer Mehrausgabe für den Stopfer auf die Sprünge helfen könnte...aber nur vielleicht...:mrgreen::lol:


    http://tobaccodays.com/2015/07…ipe-tamper-by-fred-hanna/


    Smoke in peace,

    Rainer

    Glaube nicht an Dinge von denen du nur Echos und Schatten kennst (Japanisches Sprichwort)

    Glaube versetzt selten Berge, Aberglaube immer ganze Völker (Rafik Schami)

  • Hallo Rainer,


    ich brauche da Hilfe.

    Meine Englischkenntnisse reichen nicht aus ob das Satire ist oder ob der Mann das toternst meint 🤔


    Viele Grüße

    -Frank-

    ... ein Narr wer Boeses dabei denkt... a024.gif

  • Hallo Rainer,


    ja so wie es aussieht habe ich bisher immer den falschen Stopfer verwendet. Überhaupt:


    für alle Tabake den gleichen Stopfer zu verwenden gibt ja bekanntlich Crossover. So ist die Wahl des geeigneten Stopfers noch entscheidender als die der passenden Pfeife. Ein 5 Euro - Aromaten Stopfer, der berühmte Tscheche, zu einem englischen Latakia Schmauch, das gibt nix.


    Also den Stopfer immer gut auswählen.


    Ab jetzt gibts Tschechen für alle ( Yeaaaa!)


    Alledings mal spasseshalber im Ernst, derzeit verwende ich tatsächlich am liebsten meinen Tschechen. Keine Ahnung warum, alle paar Wochen wechsel ich mal meinen Stopfer, so kommen alle mal dran :D


    Grüße,

    Sebastian

  • Alledings mal spasseshalber im Ernst, derzeit verwende ich tatsächlich am liebsten meinen Tschechen. Keine Ahnung warum, alle paar Wochen wechsel ich mal meinen Stopfer, so kommen alle mal dran

    "I own some expensive tampers and I will not allow my illusions to be threatened by those who foolishly worship such dubious qualities as functionality and practicality."


    Ist ja unmöglich hier in dem Forum - alles Tamper-Banausen :cursing:- IHR zerstört mir hier NICHT meine Illusionen, dass das klar ist ...;)


    ...und hier der ultimative Beitrag, wie man einer billigen Wühlkorb/Einsteigerset-Pfeife mittels einer Mehrausgabe für den Stopfer auf die Sprünge helfen könnte...aber nur vielleicht... :mrgreen::lol:


    http://tobaccodays.com/2015/07…ipe-tamper-by-fred-hanna/


    Smoke in peace,

    Rainer

    Lieber Rainer,


    vielen Dank - der Artikel ist ja wirklich aufschlussreich in welchen Sphären du dich so rumtreibst - für mich wars jedenfalls sehr spaßig zu lesen - hoffentlich wars auch spaßig gemeint.


    LG Stefan

    << Wer nicht genießt, ist ungenießbar >> Konstantin Wecker

  • Herr Hanna hatte es durchaus immer mal mit eine hübschen Text! Man darf den dann immer auslegen wie man möchte. Aber klar, dank der edlen Tamper, die ich immer verliere, haben alle meine Petersons nur an Glanz gewonnen.

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    Gruss, Phil - Sounds mean nothing without music (Jerry Goldsmith, film composer)

  • Hallo zusammen,


    ich weiß gar nicht, wann ich das letzte mal einen Stopfer verloren habe. Muss schon länger her gewesen sein. Die letzte Zeit war ich jedoch auch Corona bendingt nicht all zu viel unterwegs, da du ja nichts mehr machen konntest. So Dinge wie gemütlich nen Kaffee trinken gehen oder ähnliches, waren ja lange Zeit nicht möglich. Daher habe ich lange Zeit unterwegs gar keine Pfeife geraucht.


    Inzwischen kannst du ja ( zu mindest ist es in BAden Württemberg so) wieder vernüftig shoppen gehen, kannst dich ins Straßencafe setzen und gemütlich zu Kaffee und sonst noch für kulinarische Genüsse wieder Pfeife rauchen. Ergo, bin ich mittlerweile auch jetzt wieder häufiger mit Pfeife unterwegs.


    In meiner Pfeifentasche befindet sich immer ein Tscheche. Den habe ich dann dabei, und in meinem Rucksack ist noch mal ein weiterer Stopfer, falls ich unterwegs tatsächlich mal den Tschechen liegen lassen sollte.


    Zum Abschluss, ich habe ( lang lang ist es her) tatsächlich mal eine Pfeife verloren. Wir hatten Grillparty im Wald gemacht, ich war an dem Abend gut angetrunken, und am nächsten morgen war die Pfeife verschwunden. Keine Ahnung, was mit ihr passiert ist. Ob sie mir aus der Jackentasche gefallen ist, ob ich sie im Suff hab irgendwo liegen lassen, ich weiß es nicht. Schade um das Holz. Da ich mittlerweile jedoch keinen Alkohol mehr trinke, sollte mir dieses Szenario ein zweites mal ersparrt bleiben. Hoffe ich doch sehr. Seit dieser Erfahrung passe ich eigentlich recht gut auf meine Rauch Utensilien auf.


    Grüße,

    Sebastian

  • Lieber Rainer,


    vielen Dank - der Artikel ist ja wirklich aufschlussreich in welchen Sphären du dich so rumtreibst - für mich wars jedenfalls sehr spaßig zu lesen - hoffentlich wars auch spaßig gemeint.

    Na, Stefan, aber natürlich... kennst mich doch... ;)


    Ich hoffe allerdings auch, dass du dir die Ernsthaftigkeit des Beitrags von Dr. Fred Hanna verinnerlichen konntest !

    Kurz zum Thema hier: Wühlkorbfeife für 25 Euro völlig OK, 5 Euro Aufpreis für "Einsteigerset" (incl. Stopfer, genialem Tabak und Brandbeschleuniger, Pfeifenputzer und so all-inclusive) natürlich auch - aber!!! ... doch bitteschön nur, wenn man den 1 Euro Tschechen gleich mal wegschmeißt, und einzig das ganze Ensemble mittels einem Stopfer, der nicht weniger als mindestens 100 Euro kosten darf, einem in ungeahnte Sphären des Rauchgenusses katapultiert ! :lol:


    ich brauche da Hilfe.

    Meine Englischkenntnisse reichen nicht aus ob das Satire ist oder ob der Mann das toternst meint 🤔

    Mein lieber Frank,


    als eines der Urgesteine dieses kleinen feinen Ladens hier bin ich sicher, dass dich hier nix so leicht aus der Bahn bringen kann...;)

    Ansonsten... Ei äm werri sorri fohr sis Inglisch Link...


    ...hatten wir es da nicht schon besser ? ;)15. Mai 2012


    Happy puffing,

    Rainer


    Liebe Freunde der englischsprachigen Pfeifen & Tabak-Literatur !


    Zu dem, meiner Meinung nach, wunderbar gemachten Buch „Scandinavian Pipemakers“ kam, in etwa zeitgleich Anfang Mai:

    "The Perfect Smoke – Gourmet Pipe Smoking for Relaxation and Reflection“ von Dr. Fred Hanna.


    Hanna dürfte auch hierzulande so Manchen von zahlreichen Veröffentlichungen kein Unbekannter sein.


    Er ist promovierte Psychologe und seit 1967 Pfeifenraucher und, so denk ich mal, kennt ihn in USA jeder engagierte Pfeifenraucher.


    Wie viele „Autoren“ in USA etwas umstritten, weil er sich teilweise mit der Abschaffung von „Mythen“ bekannt gemacht hat, was in einem Land, das gerne von (Pfeifen)Paradigmen lebt, immer mal wieder zu kontroversen Diskussionen führt. Gut so!


    Auch wenn das Buch etwa 70 Abbildungen hat (in schwarz/weiß, um die Kosten niedrig zu halten) ist es doch eher ein „Lesebuch“.


    Nach Vorworten von Gregory Pease, Tad Gage und einer Einleitung vom Autor selbst, folgen 210 Seiten, die in 5 Kapitel aufgeteilt sind.


    Der „Kontext“ besteht dabei aus einer Zusammenstellung ehemaliger Beiträge/Veröffentlichungen/Essays, die Hanna entweder aktualisiert hat, bzw. durch Neues ergänzt:


    1. "Pfeife rauchen“: 7 Beiträge, z.B. interessantes zum Thema „Einrauchen“… keine voreiligen Schlüsse ziehen, uvm….


    2. "Pfeifentabake“: 6 Beiträge, z.B. "Tabakbacken", und, die wunderbare Schilderung wie er seinen „Wilderness“ und den „Legends“ Tabak entwickelt hat, der von Mc Clelland gemischt wird, uvm….


    3. "Pfeifen“: 10 Beiträge, z.B. der „Markenmythos“, Interessantes zu Charatans, uvm….


    4. "Philosophische Gedanken“: 5 Beiträge, z.B. Sinn des Sammelns, Pfeife rauchen zur gedanklichen Stimulanz, uvm…


    5. "Skurrile Ausflüge“: 3 Beiträge… hier ist eindeutig die Abteilung Spaß, Unterhaltung, Satire und Polemik, z.B. die „Tinsky Wolkenbruch Pfeife“ aus versteinertem Holz (Anspielung auf „Dead Root“), die verborgenen Vorteile eines teuren Pfeifenstopfers usw…. und abgerundet mit einem „multiple-choice“ Test, mit dem man seine Pfeifen- und Tabakkentnisse überprüfen kann…


    Also, in Summe ein sehr interessantes und unterhaltsames Buch, gleichermaßen für den „Einsteiger“ ins Hobby geeignet, als auch vergnügliche und informative Lektüre für den „alten Hasen“.


    Wer also die englische Sprache nicht scheut… (und es handelt sich hier nicht um so „hochgestochen“ Englisch wie es z.B. ein Gary B. Schrier schreibt) der greife gerne zu.


    Ich persönliche finde diese Buch jeden Cent wert, und da es auch einem gewissen Humor und Polemik nicht entbehrt, eine insgesamt schöne Bereicherung für das Bücherregal.


    Kritisieren, wenn auch teils vielleicht angebracht, möchte ich an dem Buch wirklich nichts !

    …da meine Bewunderung, in der heutigen Zeit mit viel Aufwand ein Buch zum Thema Pfeife und Tabak zu schreiben, überwiegt !


    Liebe Grüße,

    Rainer

    Glaube nicht an Dinge von denen du nur Echos und Schatten kennst (Japanisches Sprichwort)

    Glaube versetzt selten Berge, Aberglaube immer ganze Völker (Rafik Schami)

  • Hallo Rainer,

    5. "Skurrile Ausflüge“: 3 Beiträge… hier ist eindeutig die Abteilung Spaß, Unterhaltung, Satire und Polemik, z.B. die „Tinsky Wolkenbruch Pfeife“ aus versteinertem Holz (Anspielung auf „Dead Root“), die verborgenen Vorteile eines teuren Pfeifenstopfers usw….

    ich gebe zu, ich bin ein wenig erleichtert. Beim lesen des Textes hab ich mich wirklich ernsthaft des Öfteren gefragt: "Meint der das ernst?" und auch der Google-Übersetzer (müßt ihr mal ausprobieren) war da eher kontraproduktiv.

    Ich weiß ja, daß wir alle irgendwie einen Spleen haben, aber das fand ich dann doch schon bedenklich ;-)


    Viele Grüße

    -Frank-

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  • ich gebe zu, ich bin ein wenig erleichtert.

    ...und viel mehr wollte ich auch nicht erreichen, mein Liawwer ! :)


    Und so wünsch ich dir dementsprechend eine ungestörte Tag- bzw. Nachtruhe.

    LG

    Rainer

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